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Workaway in MiÔłé-Hvoll Jan&Feb19

La Moungia 3'414m ├╝. M.
La Muongia 27.08.18
27. Januar 2019
Sch├Ânste Gratkletterei am Piz Gl├╝schaint
Piz Gl├╝schaint 28.08.18
3. Februar 2019

Mein Leben als Workawayer auf dem Bauernhof Mi├░-Hvoll besteht haupts├Ąchlich aus K├╝he melken und f├╝ttern. Dazwischen geniesse ich die Abgeschiedenheit und Ruhe in dieser wilden Landschaft.

Workaway

Das Ziel der Plattform Workaway ist, Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen zu bringen. So bekommt man im Austausch von einigen Stunden Arbeit pro Tag Kost und Logis und einen Einblick in das Leben anderer Menschen. Mich spricht diese Art des Reisens an, weil es dadurch m├Âglich ist, auch bei garstigen Wetterbedingungen und mit geringen Kosten f├╝r l├Ąngere Zeit in Island zu bleiben. Einen Platz gefunden habe ich auf der Farm Mi├░-Hvoll [Aussprache] im S├╝den von Island.

Die Menschen in Mi├░-Hvoll

Als ich anfangs Januar in Island ankam, waren nur zwei Menschen auf der Farm. Katie und Siggi das Inhaber-Paar des Bauernhofs und der dazugeh├Ârenden Cottages. Mittlerweile ist noch ein zweiter Workawayer dazugekommen, Caleb aus Mexiko. Sylwia aus Polen hat schon letztes Jahr hier gearbeitet und tut dies auch in diesem Jahr wieder. Ihr Zust├Ąndigkeitsbereich sind die Cottages und das Check-In der Touristen. Wir drei leben in einem eigenen Haus. Jeder von uns hat ein eigenes Zimmer, Bad, K├╝che und Wohnzimmer teilen wir miteinander. Katie und Siggi wohnen in einem separaten Haus. Zum Hof geh├Âren noch vier weitere Geb├Ąudegruppen. In einem sind die Milchk├╝he und der Milchtank untergebracht, eine weitere Geb├Ąudegruppe beherbergt die Schafe, die jungen Rinder, Kaninchen und dient als Werkstatt. Im Hangar sind im Winter die Fahrzeuge eingestellt und die letzte Geb├Ąudegruppe bietet nochmals Platz f├╝r einige Rinder und die H├╝hner.

Die Tiere in Mi├░-Hvoll

Als erstes wird man von den beiden Hunden begr├╝sst, von Odi dem jungen wilden und Whiskey dem 7-j├Ąhrigen etwas besonneren. Eine Katze haben wir am Fenster auch schon gesichtet, aber sie blieb bis jetzt immer im Haus. 17 H├╝hner legen mehr oder weniger fleissig Eier und sechs Kaninchen freuen sich jeweils ├╝ber die K├╝chenabf├Ąlle. Im Stall sind 40 Schafe, die sehnlichst auf den Sommer warten bis sie wieder frei ├╝ber die Felder ziehen k├Ânnen. Mit den K├╝hen wird es etwas kompliziert. Im Stall mit der Melkmaschine sind 45 K├╝he mit aktuell sechs ganz jungen K├Ąlbchen und vier Teenagern. Dazu kommen weitere Rinder und auch einige K├╝he, welche entweder im zweiten Stall untergebracht sind oder auf einer eingez├Ąunten Weide ihren Tag und die Nacht verbringen. Zusammen sind es sicher nochmals 50 Tiere. Dazu kommen 21 Islandpferde. Diese sind das ganze Jahr ├╝ber draussen auf der Weide.

Arbeiten in Mi├░-Hvoll

Hauptaufgabe ist das Tiere f├╝ttern und K├╝he melken. Dies muss jeden Morgen und Abend erledigt werden. Wenn wir zu dritt sind, dauert das ca. 2.5 Stunden, momentan ist Siggi aber sehr geschw├Ącht vom Fieber, weshalb wir den gr├Âssten Teil im Stall zu zweit erledigen. Daher dauert es einiges l├Ąnger. Nach der Morgenschicht haben wir normalerweise Pause. Nur manchmal stehen auch am Nachmittag noch Bauarbeiten rund um den Hof an. Um 16:30 Uhr beginnt die Abendschicht im Stall, sie beinhaltet dasselbe wie am Morgen: f├╝ttern und melken.

Leben in Mi├░-Hvoll

An f├╝nf Tagen pro Woche sind wir zum Arbeiten eingeteilt und zwei Tage haben wir frei. Gekocht wird unter der Woche abwechselnd. Jeder kocht an einem Abend f├╝r Alle. Am Wochenende essen Katie und Siggi meist f├╝r sich alleine und wir drei organisieren uns selbst. Die Zutaten werden uns zur Verf├╝gung gestellt. Der Gefrierschrank ist voll von Rind- und Lammfleisch von den eigenen Tieren. Auch die Eier und nat├╝rlich die Milch besorgen wir uns jeweils frisch. Die K├╝che ist mit allem ausgestattet, was es so braucht. Das meiste ist etwas alt und sehr gebraucht, aber es erf├╝llt seinen Zweck. Der ganze Hof w├Ąre etwas renovationsbed├╝rftig, aber das ist ein zu grosses Projekt f├╝r meine Zeit hier. Daher beschr├Ąnke ich mich auf die jeweils n├Âtigen Instandstellungen. An unseren freien Tagen k├Ânnen wir in Absprache untereinander ein Auto benutzen.

Umgebung von Mi├░-Hvoll

Die Farm liegt 250 Meter hinter dem Strand und 12 Kilometer westlich von V├şk ├ş M├Żrdal [Aussprache] , welches man mit dem Auto in 20 Minuten errreicht. . In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich noch ein zweiter Bauernhof, ansonsten ist man alleine. Vom K├╝chenfenster sehen wir den 6 Kilometer entfernten Dyrh├│laey [Aussprache] und den dar├╝ber liegenden Leuchtturm. Aber des ├ľfteren ist uns der Blick auf dieses Naturwunder von Wolken oder Schneetreiben versperrt. Rund um den Hof ist unser Grasweideland, welches von mehreren kleinen B├Ąchen und Gr├Ąben unterteilt wird. Der Westwind bl├Ąst fast immer und bringt viel feuchte Luft vom Meer mit. Ab und zu schneit es, aber rund um den Hof bleibt er meistens nicht lange liegen. Mit dem n├Ąchsten Regen ist er oftmals schon wieder Vergangenheit. Wenn sich die Wolken etwas lichten, hat man im Norden eine unglaubliche Aussicht auf den Gletscher M├Żrdalsj├Âkull [Aussprache] , im Westen sieht man den auff├Ąlligen Berg P├ętursey [Aussprache] , im S├╝den ist der schwarze Strand, an dem st├Ąndig wilde Wellen brechen, falls die Sicht klar ist sieht man die Nahegelegene Inselgruppe Vestmannaeyjar [Aussprache] . und im Osten sieht man die beiden Sehensw├╝rdigkeiten Dyrh├│laey [Aussprache] und Reynisdrangar [Aussprache] . Man ist schon sehr abgeschieden hier. Ohne Auto kommt man nicht weit und so muss man gut mit sich selbst auskommen, um die Schlecht-Wetterstunden auszusitzen. Daf├╝r hat man nat├╝rlich seine Ruhe hier. Oftmals h├Ârt man nur den Wind und das Meer und dazwischen das Bellen der Hunde oder ein ┬źMuh┬╗ der K├╝he.
 
Smyril Line in T├│rshavn

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