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Mit SchwarzbÀren durch die Rockys Mai 2019

18. November 2019
Transcanada Highway
Quer durch Kanada Mai 2019
6. November 2019
Blick zurĂŒck zur HĂŒtte
Tschima da Flix 02.09.18
11. Dezember 2019

In Banff gehe ich mit Reno Sommerhalder auf BĂ€rensuche. Am Icefield Parkway treffe ich auf einen Wolf und auf dem Wochenmarkt in Smithers finde ich einen Kunstschmied, den ich vorher in Prince George vergebens gesucht habe.

Übernachtungen

Mit Reno Sommerhalder auf BĂ€rensuche

Noch in Island habe ich mich mit Reno Sommerhalder, dem Schweizer BĂ€renforscher, in Banff verabredet. Gemeinsam gehen wir in den Rocky Mountains auf BĂ€rensuche. Begleitet werden wir von Martina. Die BĂŒndnerin ist ebenfalls am Reisen in Kanada und wĂŒrde auch gerne BĂ€ren sehen. FrĂŒhmorgens geht es los. Wir besuchen verschiedene Orte, an denen Reno schön öfters BĂ€ren im FrĂŒhling gesehen hat. Geduldig suchen wir die HĂ€nge nach schwarzen und braunen sich bewegenden Punkten ab. Wir sind leider noch etwas frĂŒh im Jahr. Der Winter hĂ€lt sich lĂ€nger als gedacht und die frischen GrĂ€ser und Blumen, welche die BĂ€ren nach dem langen Winterschlaf wieder auf Trab bringen, haben vielerorts noch nicht den Weg aus dem Boden gefunden.

Mein erster BĂ€r in freier Wildbahn

Wir sehen viele Weisswedelhirsche, Waipitihirsche und Dallschafe aber keine BĂ€ren. Das Highlight nach dem Mittag ist ein Elch in einem WassertĂŒmpel unweit der Strasse. Als wir schon fast aufgegeben haben, entdeckt Reno doch noch einen BĂ€ren hoch oben in den BerghĂ€ngen ĂŒber der Strasse. Mein erster BĂ€r in freier Wildbahn. Es ist ein SchwarzbĂ€r. Keine hundert Meter von ihm entfernt grast friedlich ein Hirsch. Von nahem sehen wir leider keinen BĂ€ren, aber wir erfahren viel ĂŒber diese imposanten Tiere von Reno.

ZurĂŒck nach Calgary

Nach diesem ersten Ausflug in die Rocky Mountains fahre ich wieder zurĂŒck nach Calgary. Die Montage meines DachtrĂ€gers und des Regen-Sonnenschutzes steht noch an. UnglĂŒcklicherweise treffe ich gerade vor dem ersten Longweekend ein und muss vier Tage warten, bis die Werkstatt wieder offen hat. Ich verbringe die ersten beiden Tage in den grossen OutdoorlĂ€den von Calgary, um meine Camping AusrĂŒstung zu komplettieren.

Packraft Trainingstour auf dem Kananaskis River

Meine Packraft Tour in der Brooks Range rĂŒckt immer nĂ€her und ich bin dieses Jahr nur ein wenig auf ruhigen GewĂ€ssern in Island gefahren. Ausserhalb von Calgary finde ich den Kananaskis River. Ein Wildwasserfluss der Stufe III, der sich optimal als TrainingsgelĂ€nde anbietet. Ich fahre die Strecke zweimal und fĂŒhle mich wieder wohl im Boot. Als ich von der zweiten Fahrt zurĂŒck zu meinem Auto gehe, welches ich auf der grossen Wiese beim Ausstieg abgestellt habe, werde ich von einem Mann angesprochen. Er erklĂ€rt mir, das sei hier ein Gruppen-Campingplatz und sie hĂ€tten mehrere hundert Dollar bezahlt, um hier zu ĂŒbernachten. Ich hatte den Platz am Abend zuvor kurz vor Mitternacht in der Dunkelheit erreicht und war froh einen Platz entdeckt zu haben. Nachdem ich ihm 20$ fĂŒr die Übernachtung bezahlt habe, ist das Problem erledigt. Aber ich muss mir fĂŒr die nĂ€chste Nacht einen neuen Platz suchen.
Hier seht ihr einen kurzen Abschnitt des Kananaskis River

DachtrÀger, Regenschutz, SchwarzbÀr und Dachzelt

DachtrĂ€ger und Sonnenschutz werden in einem halben Tag auf meinem Auto montiert. Nun fehlt nur noch das Wichtigste. Ich fahre in den SĂŒden ins kleine Dorf Turner Valley. Zum GlĂŒck bin ich frĂŒh genug unterwegs, denn nun begegne ich meinem ersten BĂ€ren aus der NĂ€he. Direkt am Strassenrand frisst ein SchwarzbĂ€r das erste frische GrĂŒn. Er kĂŒmmert sich ĂŒberhaupt nicht um mich. Eine halbe Stunde kann ich das Tier aus dem Auto heraus geniessen. In Turner Valley bei Treeline angekommen wird mein Dachzelt gleich mit dem Kran aufs Auto gesetzt und fixiert. Nach einer EinfĂŒhrung ins Auf- und Abbauen des Zeltes bin ich auch schon wieder entlassen. Nun ist mein Camper komplett. Ich freue mich schon auf die erste Nacht in meinem Schlafzimmer.

Wolf und erste Nacht im Dachzelt

Guten Mutes fahre ich zurĂŒck nach Banff und durch den gleichnamigen Nationalpark. Da im Park wildes Campen entlang der Strasse verboten ist, fahre ich einen Platz zwischen dem Banff und dem Jasper Nationalpark an. Ein holpriger Forstweg fĂŒhrt mich ans Ufer des North Saskatchewan River. Eine traumhafte Lage. Auf der gegenĂŒberliegenden Flussseite sind alle BĂ€ume kahl. Vermutlich brannte es da vor einigen Jahren. Ich baue mein Dachzelt auf und da höre ich ein Geheul. Auf der anderen Flussseite steht ein Wolf. Wild und majestĂ€tisch steht er am höchsten Punkt des steilen Ufers und heult in den Nachmittagshimmel. Was fĂŒr ein Traumtag. Am Morgen der SchwarzbĂ€r und am Nachmittag ein Wolf. Kanada meint es gut mit mir.

Icefields Parkway

Nun steht leider schon der nĂ€chste Termin an. Anfangs Juni habe ich mich mit Gabriel und Andi in Fairbanks verabredet, um gemeinsam den Firth River in der Brooks Range zu paddeln. Viel Zeit zum Verweilen bleibt daher nicht, denn es sind noch ĂŒber 3'000 Kilometer bis Fairbanks. Zum GlĂŒck ist hier noch fast Winter. Die Wanderwege zu all den tollen Seen sind noch geschlossen. Das macht es fĂŒr mich leichter, einfach daran vorbei zu fahren oder nur von den ParkplĂ€tzen entlang des Highways einen Blick auf die Gletscher, FlĂŒsse und WĂ€lder zu werfen.

Der Wochenmarkt von Smithers

Umso weiter ich in den Norden fahre, umso frĂŒhlingshafter wird es. Die Tage werden immer lĂ€nger und ich geniesse fast nur Sonnenschein. DafĂŒr mache ich auch mit den MĂŒcken erste Bekanntschaften. Ich fahre auf dem Yellowhead Highway bis nach Kitwanga. Die gut ausgebaute Strasse fĂŒhrt durch dichte WĂ€lder, welche immer wieder von kleinen Seen aufgelockert werden. Entlang der Strasse gibt es mehrere kleinere und grössere Ortschaften. In Smithers weckt ein Wochenendmarkt meine Aufmerksamkeit. Es gibt neben einigen EssensstĂ€nden und GemĂŒseverkĂ€ufern auch Handwerker die ihre Erzeugnisse verkaufen. Ich kaufe zwei Töpfchen Schnittlauch, die mich noch lange begleiten werden. Mein Hauptinteresse hat aber ein Kunstschmied geweckt. Die VordĂ€cher meines Dachzeltes werden mit Metallstangen nach unten gespannt. Auf der einen Seite ist nun aber mein Regendach im Weg. Ich frage den Schmied, ob er mir nicht vier Stangen biegen könnte, dann wĂ€ren sie wieder einsatzfĂ€hig. Er meint, fĂŒr ihn wĂ€re das kein Problem, aber er habe seine Werkstatt eine Stunde sĂŒdlich von hier. Ich packe die Chance und besuche ihn nach Ende des Marktes in seiner Werkstatt. Mit einigen gekonnten Handgriffen biegt er mir die vier Stangen zurecht. Nun kann ich mein Dachzelt komplett aufstellen und den Ausblick in alle Richtungen geniessen.
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