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Wieso ich mit dem Schiff reise?

Licht und Schatten
Black Beach – Hvolsfjara
24. Februar 2019
La Sella
La Sella 29.08.18
15. März 2019

Wenn ich an die Zukunft denke, macht mir der Klimawandel von allen Themen am meisten Angst. Daher versuche ich auf meiner Reise Treibhausgas-Emissionen zu minimieren. Mit welchem Verkehrsmittel funktioniert das am besten?

 
 

Die Gletscher schmelzen – Klimawandel

Jedes Jahr, wenn ich das Val Morteratsch und das Val Roseg im Engadin besuche, ist weniger Gletscher übrig als im Jahr zuvor. Wie viele Generationen können diese Naturwunder wohl noch betrachten? Das ewige Eis der Alpen wird in meinem Leben auf ein Minimum zurück schmelzen. Das macht mich traurig und bringt mich zum Nachdenken. Wieso ist das so? Was kann man dagegen machen? Wieso tun wir fast nichts gegen den Klimawandel, obwohl er uns schon lange bekannt ist?
Vadret da RosegVadret da Roseg

Gletscherabbruch innerhalb von vier Tagen im Sommer

Die Politik macht in meinen Augen zu wenig, um den CO2 Ausstoss zu senken. Anderen Leuten vorschreiben, wie sie zu leben haben oder wo sie falsch handeln, mache ich nicht gerne. Ich glaube, das würde wenig bewegen und selber verursache ich auch viele Treibhausgase. Da bleibt nur, mit möglichst gutem Beispiel voran zu gehen. Das habe ich in den letzten Jahren versucht mit Zug- und Fahrradfahren anstelle von Autofahrten und mit lokalen, saisonalen und fleischarmen Gerichten. Nun versuche ich das auch auf meiner Reise.
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, in keinen Flieger zu steigen. Auf dem Land möchte ich zu Fuss oder mit dem Auto und anfangs mit dem Zug unterwegs sein. Die Meere werde ich mit dem Schiff überqueren. Ich denke, das sollte für weniger Treibhausgas-Emissionen sorgen als Kontinental- und Interkontinentalflüge. Vor meiner Abreise im vergangenen Jahr habe ich mir die Zeit nicht genommen, um meine Gedanken zu überprüfen. Nun in Island habe ich mir die Mühe gemacht und möglichst exakte Zahlen zu den verschiedenen Verkehrsmitteln gesucht. Leider musste ich feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, wenn man sich über dieses doch so wichtige Thema informieren möchte.

Reisegeschwindigkeit

Der Klimawandel ist nicht der einzige Grund, warum ich mit dem Schiff reise. In unserer globalisierten Welt kommt man in weniger als 24 Stunden auf die andere Seite der Erdkugel. So kann man auf den Gedanken kommen, die Erde sei gar nicht gross. Die schnelle Reisegeschwindigkeit täuscht unsere Wahrnehmung inbezug auf die Distanzen. Man ist sich der grossen Entfernung von Zuhause gar nicht bewusst und verliert so auch das Verständnis dafür, dass Dinge an anderen Orten anders sein dürfen. Mögen sie aus unserer Sicht vielleicht falsch sein, können sie für diesen anderen Ort genau richtig sein. Bestimmt wäre die Welt friedlicher, wenn wir uns langsamer bewegen würden. Wir hätten mehr Zeit, um Veränderungen wahrzunehmen und sie zu verstehen.
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«Wir können nun besser verstehen, was Indien und Deutschland voneinander unterscheidet. Nicht weil wir beide Länder kennen, sondern weil wir wissen, was dazwischen liegt».



Patrick und Gwen, Weit um die Welt
 
 
Eine Schiffsreise ist komfortabler als die Reise in einem engen Jumbojet. Ich kann mich frei bewegen, an einem normalen Tisch essen, ich habe eine Kabine, in der ich in Ruhe schlafen kann und die Sicht nach draussen ist um einiges besser als durch die kleinen verkratzten Fenster eines Flugzeuges. Zudem ist eine Schifffahrt auf dem Meer immer ein spezielles Ereignis.

Meine Schiffsauswahl

Mein Ziel ist Amerika. Im Juni möchte ich bei den Bären in Alaska sein. Vorher wollte ich nochmals die wunderbare Landschaft in Island und dort unbedingt ein Nordlicht sehen und fotografieren. Das ganze Jahr über fährt eine Fähre von Dänemark nach Island, somit war der Fall für mich klar. Den Fahrplan hatte ich schon für meine letzte Islandreise 2016 studiert. Damals entschied ich mich aber für das Flugzeug. Nach Amerika würde ich am liebsten mit einem Segelschiff fahren. Im März segeln aber saisonbedingt eher weniger Schiffe von Europa nach Nordamerika. Ein Kreuzfahrtschiff habe ich immer ausgeschlossen, diesem eilt der Ruf als Umweltschädling meilenweit voraus. Darum habe ich mich für ein Frachtschiff entschieden. Leider sind die Zeiten vorbei, in denen man gegen Arbeitsleistung auf Frachtschiffen mitfahren kann. Dafür gibt es heute einige Reedereien, die Kabinen für mitreisende Touristen anbieten.
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«Wenn wir das Klima noch weiter erwärmen dann wird auch Grönland langsam schmelzen und das würde dann heissen 5,6,7 Meter Meersspiegelanstieg und so hoch kann man die Deiche nicht überall machen.».



Peter Lemke, Physiker, Alfred-Wegner-Institut
 
 

Grundlagen für die Berechnung der CO2 Emissionen

Für die Berechnung der CO2 Emissionen gibt es heutzutage verschiedene Internetdienste. Wie z. B. myclimate, auf dessen Seite sich die Emissionen für Flug-, Auto- und Kreuzfahrtreisen berechnen lassen. Als Resultat erhält man eine Anzahl kg CO2 für die angegebene Strecke und das entsprechende Verkehrsmittel. Die Herleitung dieser Zahl ist nicht ersichtlich. Ich wollte die Berechnung dahinter verstehen und realistische Zahlen für die MS Norrönä, die Fähre der Smyril Line Smyril Line, eruieren. Von der University of Iceland gibt es eine Arbeit die den CO2 Fussabdruck des Tourismus in Island untersucht. Sie vergleicht die Anreise nach Island mit dem Flugzeug und dem Fährschiff. Für den Flug von Frankfurt nach Keflavík berechnen sie 213.9 kg CO2 (ICAO) und für die Fähre Norröna 374.2 kg CO2 (124t HFO, 2014). Diese Zahlen haben mich erschreckt. Andere CO2 Rechner im Internet ergeben für den Flug viel höhere Werte (476 kg CO2equ, myclimate [26.02.2019]). Die Berechnung für die Fähre ist schwieriger, weil keine Zahlen über den Treibstoffverbrauch öffentlich zugänglich sind.
Ich habe die Firma myclimate mit diesen Zahlen konfrontiert. Nach ihrer Meinung wurde der sogenannte RFI Faktor beim Flug nicht berücksichtigt. Dieser Faktor berücksichtigt die grössere Auswirkung der Treibhausegase in Abhängigkeit der Höhe über Meer, in der sie ausgestossen werden. Zudem machten sie mich auf die Firma mobitool aufmerksam. Eine Schweizer Plattform für Mobilitätsmanagementtools und aufbereitete Umweltdaten. Sie stellen auf ihrer Website eine sehr detaillierte Excel-Tabelle mit Emissionskennzahlen für verschiedene Verkehrsmittel zur Verfügung. Meine Berechnungen für Personenwagen, Bahn-, Bus,- und Flugreisen und die Überfahrt mit dem Containerschiff beruhen auf diesen Zahlen. Nur für die Fähre nach Island haben sie keine Zahlen.
Um auch die Emissionen der MS Norröna zu bestimmen, fragte ich bei Smyril Line an. Nach mehreren E-Mails kam ich in Kontakt mit Jóhan av Reyni, dem Maritime Director von Smyril Line. Nach seinen Angaben verbrennt die MS Norröna pro Jahr 16'000 Tonnen Schweröl. Auf dieser Grundlage beruht meine Berechnung der Treibhausgas-Emissionen für das Fährschiff.

Berechnung der CO2 Emissionen

Die Ökobilanz im mobitool basiert auf dem Lebensweg-Ansatz. Dies bedeutet, dass nicht nur der direkte Betrieb des Verkehrsmittels berücksichtigt wird, sondern auch die Energiebereitstellung, der Fahrzeugunterhalt, die Fahrzeugherstellung und -entsorgung und die Erstellung von Fahrwegen (Strassen, Gleise, Häfen). Ich habe jeweils die Emissionen des direkten Betriebs (direkter Betrieb CO2equ) und die Summe der oben genannten Faktoren (∑ Lebensweg Ansatz CO2equ) berechnet und verglichen. Zudem beinhalten die hier dargestellten Emissionen nicht nur das CO2, sondern auch die anderen fünf Treibhausgase Methan CH4, Distickstoffmonoxid N2O (Lachgas), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Schwefelhexafluorid SF6, Stickstofftrifluorid NF3. Daher wird mit sogenannten CO2 Äquivalenten (CO2equ) gerechnet.

Lebensweg Ansatz


«Die Methodik der Ökobilanz basiert auf einem Lebensweg-Ansatz. Dementsprechend werden in der Ökobilanz von Verkehrsleistungen die Prozesse und deren Umwelteinwirkungen vom «Anfang bis zum Ende» eines Lebenswegs berücksichtigt. Unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel müssen zuerst die Fahrzeuge gebaut, betrieben, unterhalten und am Ende ihrer Lebens- beziehungsweise Funktionsdauer ent­ sorgt werden. Weiter braucht es eine Verkehrsinfrastruktur (Verkehrswege, Tunnel, Brücken) sowie zusätzliche notwendige Anlagen für einen geordneten Betrieb wie Bahnhöfe, Flughäfen, See- und Binnenhäfen, Verwaltungsgebäude, Tankstellen und Unterwerke.»

Quelle:
Rolf Frischknecht, Annika Messmer, Philippe Stolz (2016): mobitool – Grundlagenbericht Hintergrund, Methodik & Emissionsfaktoren Seite 10,
https://www.mobitool.ch/de/tools/mobitool-faktoren-25.html?tag=18 [20.02.2019]

Treibhausgase – CO2 Äquivalent


«Beschreibung: Der anthropogen verursachte Treibhauseffekt entsteht überwiegend durch die Emission von Kohlendioxid (CO2), welches hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Energieträger stammt. Neben Kohlendioxid tragen auch noch andere Treibhausgase, vor allem Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O) sowie fluorierte Substanzen (HFKW und FKW), wesentlich zum Treibhauseffekt bei. Die klimaverändernde Wirkung der einzelnen Treibhausgase wird mit dem Treibhauspotenzial ausgedrückt. Oder mit anderen Worten: Das Treibhauspotenzial drückt aus, wieviel ein Kilogramm eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt beiträgt im Vergleich zur Klimawirkung von 1kg CO2.

Gesellschaftliche Bedeutung: Es gilt als gesichert, dass durch den verstärkten Treibhauseffekt das Klima verändert wird und eine Erwärmung der Atmosphäre stattfindet. Dies hat weitreichende Folgen auf Mensch und Biosphäre und gefährdet das Wohlergehen von zukünftigen Generationen (IPCC 2013).

Einheit: Als Vergleichssubstanz dient Kohlendioxid; die Abkürzung lautet kg CO2equ (für equivalent). Der Wert beschreibt die mittlere Erwärmungswirkung über einen bestimmten Zeitraum; oft werden 100 Jahre betrachtet. Beispielsweise beträgt das Treibhauspotenzial von Methan bei einem Zeithorizont von 100 Jahren 30 kg CO2equ/kg CH4 : Das bedeutet, dass ein Kilogramm Methan 30-mal stärker zum Treibhauseffekt beiträgt als ein Kilogramm C02. Für die Berechnung der Treibhausgas-Emissionen werden die Faktoren in Tab. 4.1verwendet, als Basis dient der aktuelle IPCC-Bericht (IPCC 2013, Tab. 8.A.1).»

Quelle:
Rolf Frischknecht, Annika Messmer, Philippe Stolz (2016): mobitool – Grundlagenbericht Hintergrund, Methodik & Emissionsfaktoren Seite 19-21,
https://www.mobitool.ch/de/tools/mobitool-faktoren-25.html?tag=18 [20.02.2019]

Die wichtigsten Treibhausgase, deren Hauptquellen und das Treibhauspotenzial (IPCC 2013)

Treibhausgas Hauptquellen Treibhausgaspotenzial (bezogen auf 100 Jahre)
Kohlenstoffdioxid CO2 Verbrennung von fossilen Brenn- & Treibstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas) und von Biomasse (Wald-/ Brandrodung), Zementproduktion 1
Kohlenstoffdioxid CO2 Verbrennung von Kerosin in der oberen Troposphäre, unteren Stratosphäre (Flugverkehr) 1.35
Methan CH4 Kläranlagen, Mülldeponien, Kohlebergbau (Grubengas), Erdgas- und Erdölproduktion, Reisanbau, Viehzucht 30
Distickstoffmonoxid N2O (Lachgas) Verbrennung von Biomasse, Stickstoffdünger in der Landwirtschaft 265
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) Gruppoe verschiedener Verbindungen, Treibgase in Spraydosen, Kältemittel in Kühlanlagen, Narkosemittel, Füllgase in Schumstoffen. Mit dem Montreal-Protokoll seit 1989 geregelt. bis zu 13'900
Fluorchlorkohlenwasserstoffe FKW/HFKW Treibgase in Spraydosen, Kältemittel in Kühlanlagen, Füllgase in Schaumstoffen bis zu 12'400
Schwefelhexafluorid SF6 Schutzgase bei der technischen Erzeugung von Magnesium, Isolierrgas in Hochspannungsschaltanlagen 23'500
Stickstofftrifluorid NF3 Herstellung von Halbleitern, Solarzellen und Flüssigkristallbildschirmen 16'100


Quelle:
Rolf Frischknecht, Annika Messmer, Philippe Stolz (2016): mobitool – Grundlagenbericht Hintergrund, Methodik & Emissionsfaktoren Seite 20,
https://www.mobitool.ch/de/tools/mobitool-faktoren-25.html?tag=18 [20.02.2019]
Aus dem mobitool entnahm ich den Faktor für g CO2equ / pkm (Personen Kilometer) und multiplizierte diesen mit den Kilometerangaben nachgemessen mit Google Maps. Diese Methode funktioniert für die Verkehrsmittel Personenwagen, Bus, Zug und Flugzeug. Für diese Verkehrsmittel sind Durchschnittswerte unter Berücksichtigung der Personen-Auslastung vorhanden. Die Emissionen des Container-Schiffs werden in g CO2equ / tkm (Tonnen Kilometer) angegeben. Für mich habe ich 500 kg eingesetzt. Das sind wesentlich mehr als die 100 kg, die die Norm EN 16258 (Methode zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen) empfiehlt. Ich erachte aber ein höheres Gewicht als nur die Person + Gepäck als sinnvoll. Die 500 kg setzen sich folgendermassen zusammen: mein Körpergewicht 85 kg, mein Gepäck 85 kg und 330 kg Mobiliar und Lebensmittel, welche sich für mich auf dem Schiff befinden. Über diese Zahl könnte man diskutieren. Die 500 kg habe ich bei der Fahrt mit dem Containerschiff wie auch für die Fahrt mit dem Fährschiff nach Island benutzt. Die Emissionen des Fährschiffs könnte man auch halb-halb auf die Passagiere und die Güter aufteilen. Dadurch würden die Emissionen pro Passagier um ca. 25% steigen. Ich habe mich für die Aufteilung nach Gewicht entschieden, damit es bei beiden Schiffreisen gleich ist.
Für die Fähre MS Norröna von Dänemark nach Island rechne ich mit den 16'000 Tonnen Schweröl pro Jahr. Bei einer Fahrt hin und zurück pro Woche macht das 104 einfache Fahrten pro Jahr. Bei der Verbrennung von einem Kilogramm Schweröl entstehen 3,1 kg CO2equ. Wird die Energievorkette (Well-to-Wheel) dazu gerechnet sind es 3,5 kg CO2equ. Diese Angaben stammen aus dem Carbon Footprint – Teilgutachten «Monitoring für den CO2-Ausstoss in der Logistikkette» und decken sich mit den Angaben im «mobitool – Grundlagenbericht». Die 153 Tonnen Schweröl pro Fahrt emittieren 474,3 t CO2equ (Tank-to-Wheel) und 535,5 t CO2equ (Well-to-Wheel). Der Tank-to-Wheel Wert entspricht dem direkten Betrieb aus dem mobitool. Der Well-to-Wheel Wert entspricht 75% des Lebenswegsansatzes im Hochseeschiffbetrieb (mobitool). Daraus resultieren 714 t CO2equ ∑ Lebensweg Ansatz. Da die MS Norröna neben Passagieren auch 800 Personenwagen oder 130 Lastwagencontainer transportieren kann und somit für die Versorgung von Island eine wichtige Verbindung darstellt, bin ich der Meinung man sollte die CO2equ Emissionen auch unter den Personen und den Gütern aufteilen. Für die Allokation der Emissionen habe ich ebenfalls mit 500 kg pro Person gerechnet und mit 1'393 kg pro Personenwagen (Ø Gewicht Neuwagen EU27, ICCT 2011). Die Auslastung habe ich mit je 75% angenommen. Dadurch entfallen pro Passagier für die Strecke von Hirtshals DK nach Seyðisfjörður IS 256 kg CO2equ.

Flugverkehr

Überraschenderweise sind die Treibhausgas-Emissionen beim Interkontinental-Flug geringer als beim Flug nach Island. Hauptgrund dafür sind die grösseren Flugzeuge wodurch sich die Treibhausgase auf mehrere Personen verteilen. 

Wie kann aus 800 Gramm Kerosin über 2 kg CO2equ entstehen?

Ich frage mich, wie aus 1 Liter Kerosin (~800g) bei dessen Verbrennung über 2 kg CO2equ entstehen können. Natürlich ist die Erklärung relativ einfach und mit unserem Chemieunterricht, den wir geniessen durften, lösbar. Ich konnte mich aber an diese chemischen Gleichungen nicht mehr so gut erinnern und habe es desshalb nochmals in vereinfachter Form aufgearbeitet. Die chemische Gleichung für die Verbrennung von Benzin sieht aufs wesentliche reduziert folgendermassen aus.

2 C8H18 + 25 O2 → 18 H2O + 16 CO2
Kerosin + Sauerstoff → Wasser + Kohlenstoffdioxid.

Für den Massevergleich sind ist schlussendlich nur das 2 C8H18 und das CO2 interessant. Das Gewichtsverhältnis bestimmen wir über die Einheit Mol. (Das Mol [Einheitenzeichen: mol] ist die SI-Basiseinheit der Stoffmenge. Sie dient der Mengenangabe bei chemischen Reaktionen.) Für jedes C aus dem Kerosin brauchen wir zwei O oder ein O2 aus der Luft. Für 8 C brauchen wir demensprechend 8 mal O2. Die Gewichtszunahme während der Verbrennung von Kerosin resultiert aus dem vielen Sauerstoff, welcher für die Reaktion gebraucht wird. Die Rechnung mit mol sieht folgendermassen aus.
1 mol C8H18 → 8 mol CO2

Mw = 114.2 g/mol Mw = 44 g/mol


1g C8H18 / 114.2 g/mol = 8.76 * 10-3 mol C8H18

8 * 8.76 * 10-3 mol = 7.0 * 10-2 mol CO2

7.0 * 10-2 mol * 44 g/mol = 3.1 g CO2

Dichte Kerosin: ~ 0.8 kg/l

1l Kerosin ≙ 800g ≙ 2480g CO2

Vergleich CO2 Emissionen

🇨🇭 🇮🇸


Von der Schweiz nach Island mit dem Zug und dem Schiff

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 423.01 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
Grabs - Uster Personenwagen 103 km 12.400 kg 20.300 kg
Uster - Basel Zug 106 km 0.008 kg 0.776 kg
Basel - Hamburg Zug 990 km 0.030 kg 49.401 kg
Hamburg - Hirtshals Zug 353 km 3.216 kg 21.049 kg
Hirtshals - Seyðisfjörður Fährschiff 1'646 km 170.421 kg 256.548 kg
Seyðisfjörður - Mið-Hvoll Personenwagen 559 km 67.510 kg 110.252 kg
Schweiz - Island PW, Zug, Schiff 3'757 km 241.186 kg 438.026 kg
Datenquelle:
mobitool
treeze Ltd.
Jóhan av Reyni, Maritime Director Smyril Line (2019): SV: environmental impact of the Smyril Line [johanavr@smyrilline.fo; 19.02.2019]
Martin Schmied, Wolfram Knörr (2012): Carbon Footprint – Teilgutachten „Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette“ http://www.uba.de/uba-info-medien/4306.html [19.02.2019]
Fahrt mit dem Personenwagen von Grabs nach Uster: ∑ Lebensweg Ansatz 20.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6. Das wir zu dritt unterwegs waren wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
Distanz
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
103 km 120.77 g 197.23 g 12.4 kg 20.3 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Uster nach Basel: ∑ Lebensweg Ansatz 0.7 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der SBB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 29%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
106 km 0.08 g 7.32 g 0.008 kg 0.776 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Basel nach Hamburg: ∑ Lebensweg Ansatz 49.4 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für Hochgeschwindigkeitszügen (ICE) bei einer Auslastung von 55%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-. / pkm
direkter Betrieb
CO2-.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-.
990 km 0.03 g 49.9 g 0.03 kg 49.401 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Hamburg nach Hirtshals: ∑ Lebensweg Ansatz 6.0 kg CO2equ pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
353 9.11 g 59.63 g 3.216 kg 21.049 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Fährschiff von Hirtshals nach Seyðisfjörður ∑ Lebensweg Ansatz 256.5 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf den 16'000 Tonnen Schweröl die die MS Norröna jährlich verbrennt. Die Emissionen wurden über das Gewicht auf die Passagiere (500kg) und Personenwagen (1'393kg) zugeteilt. Für die Passagiere wie auch für die Güter wird von einer 75% Auslastung ausgegangen.
Distanz
km
Treibstoffverbrauch
HFO und MGO
direkter Betrieb
CO2equ / kg HFO
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / kg HFO
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
1'646 km 153 t 3,1 kg 3,5 kg 170.421 kg 256.548 kg
Datenquelle:
mobitool
treeze Ltd.
Jóhan av Reyni, Maritime Director Smyril Line (2019): SV: environmental impact of the Smyril Line [johanavr@smyrilline.fo; 19.02.2019]
Martin Schmied, Wolfram Knörr (2012): Carbon Footprint – Teilgutachten „Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette“ http://www.uba.de/uba-info-medien/4306.html [19.02.2019]
Fahrt mit dem Personenwagen von Seyðisfjörður nach Mið-Hvoll: ∑ Lebensweg Ansatz 110.252 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6. Das wir zu zweit unterwegs waren wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
559 120.77 g 197.23 g 67.510 kg 110.252 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.

🇨🇭 🇮🇸


Von der Schweiz nach Island mit dem Flugzeug

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 615.1 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
Grabs - Uster Personenwagen 103 km 12.4 kg 20.3 kg
Uster - Kloten Zug 30 km 0.005 kg 0.253 kg
Kloten - Keflavík Flugzeug 2'640 km 466.1 kg 582.1 kg
Keflavík - Mið-Hvoll Bus 214 km 9.3 kg 12.5 kg
Schweiz - Island PW, Zug, Flug, Bus 2'987 km 487.8 kg 615.11 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Personenwagen von Grabs nach Uster: ∑ Lebensweg Ansatz 20.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6. Das wir zu dritt unterwegs waren wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
103 km 120.77 g 197.23 g 12.4 kg 20.3 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Uster nach Kloten: ∑ Lebensweg Ansatz 0.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der SBB für den Regionalverkehr nur S-Bahn bei einer Auslastung von 26%.
Distanz direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
30 km 0.17 g 8.43 g 0.005 kg 0.253 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Flug in der Economy von Zürich nach Keflavík: ∑ Lebensweg Ansatz 582.094 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten für den Flugverkehr innerhalb Europa in der Economy-Klasse bei einer Auslastung von 76%.
Distanz direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
2'640 km 176.56 g 220.49 g 466.1 kg 582.1 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Bus von Keflavík nach Mið-Hvoll: ∑ Lebensweg Ansatz 12.5 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
214 km 43.3 g 58.19 g 9.3 kg 12.5 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
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«Über Land und Wasser, nie den Kontakt zur Erde verlieren, immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.»



Patrick und Gwen, Weit um die Welt
 
 

🇮🇸 🇨🇦


Von Island nach Kanada mit dem Schiff

Von Island über Dänemark nach Kanada mit dem Schiff

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 460.4 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
Mið-Hvoll - Höfn Bus 288 km 12.470 kg 16.759 kg
Höfn - Egilsstaðir Personenwagen 281 km 33.936 kg 55.422 kg
Egilsstaðir - Seyðisfjörður Bus 29 km 1.256 kg 1.688 kg
Seyðisfjörður - Hirtshals Fährschiff 1'646 km 170.421 kg 256.548 kg
Hirtshals - Hamburg Zug 353 km 3.216 kg 21.049 kg
Hamburg - New York Container Schiff 8785 km 53.764 kg 68.172 kg
New York - Montreal Bus 599 km 25.937 kg 34.856 kg
Montreal - Alexandria Zug 99 km 0.906 kg 5.933 kg
Island - Kanada PW, Bus, Zug, Schiff 10'434 km 301.907 kg 460.426 kg
Datenquelle:
mobitool
treeze Ltd.
Jóhan av Reyni, Maritime Director Smyril Line (2019): SV: environmental impact of the Smyril Line [johanavr@smyrilline.fo; 19.02.2019]
Martin Schmied, Wolfram Knörr (2012): Carbon Footprint – Teilgutachten „Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette“ http://www.uba.de/uba-info-medien/4306.html [19.02.2019]
Fahrt mit dem Bus von Mið-Hvoll nach Höfn: ∑ Lebensweg Ansatz 16.8 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car 50 Plätz) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
288 km 43.3 g 58.19 g 12.47 kg 16.759 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Personenwagen von Höfn nach Egilsstaðir: ∑ Lebensweg Ansatz 55.4 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
281 km 120.770 g 197.230 g 33.936 kg 55.422 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Bus von Egilsstaðir nach Seyðisfjörður: ∑ Lebensweg Ansatz 1.7 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car 50 Plätz) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
29 km 43.3 g 58.190 g 1.256 kg 1.688 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Fährschiff von Seyðisfjörður nach Hirtshals ∑ Lebensweg Ansatz 256.5 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf den 16'000 Tonnen Schweröl die die MS Norröna jährlich verbrennt. Die Emissionen wurden über das Gewicht auf die Passagiere (500kg) und Personenwagen (1'393kg) zugeteilt. Für die Passagiere wie auch für die Güter wird von einer 75% Auslastung ausgegangen.
Distanz
km
Treibstoffverbrauch
HFO und MGO
direkter Betrieb
CO2-equ. / kg HFO
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / kg HFO
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
1'646 km 153 t 3,1 kg 3,5 kg 170.421 kg 256.548 kg
Datenquelle:
mobitool
treeze Ltd.
Jóhan av Reyni, Maritime Director Smyril Line (2019): SV: environmental impact of the Smyril Line [johanavr@smyrilline.fo; 19.02.2019]
Martin Schmied, Wolfram Knörr (2012): Carbon Footprint – Teilgutachten „Monitoring für den CO2-Ausstoß in der Logistikkette“ http://www.uba.de/uba-info-medien/4306.html [19.02.2019]
Fahrt mit dem Zug von Hirtshals nach Hamburg: ∑ Lebensweg Ansatz 21.0 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
353 9.110 g 59.630 g 3.216 kg 21.049 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Containerschiff von Hamburg nach New York: ∑ Lebensweg Ansatz 68.2 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Containerschiff. Das durchschnittliche Containerschiff weist eine Ladekapazität von gut 65'000 t auf und ist rund 12'000 t schwer. Pro Tonnenkilometer Transport auf See benötigt es rund 3.8 g Schweröl. Für meine Emissionen rechne ich mit 500 kg Transportgewicht. Für mich 85 kg, für mein Gepäckt 85 kg und 330 kg für die Lebensmittel und das Mobiliar in meiner Kabine.
Distanz
km
Gewicht
t
direkter Betrieb
CO2-equ. / tkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / tkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
8'785 0.5 12.240 g 15.520 g 53.764 kg 68.172 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Bus von New York nach Montreal: ∑ Lebensweg Ansatz 34.9 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car 50 Plätz) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
599 km 43.3 g 58.19 g 25.937 kg 34.856 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Montreal nach Alexandira: ∑ Lebensweg Ansatz 5.9 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
99 9.110 g 59.630 g 0.906 kg 5.933 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.

🇮🇸 🇨🇦


Von Island nach Kanada mit dem Flugzeug

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 494.7 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
Mið-Hvoll - Keflavík Bus 214 km 9.266 kg 12.453 kg
Keflavík - Montreal Flugzeug 3'737 km 409.314 kg 476.355 kg
Montreal - Alexandria Zug 99 km 0.906 kg 5.933 kg
Island - Kanada Bus, Zug, Flugzeug 4'050 km 419.486 kg 494.741 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Bus von Mið-Hvoll nach Keflavík: ∑ Lebensweg Ansatz 12.453 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
214 km 43.3 g 58.19 g 9.266 kg 12.453 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Flug in der Economy von Keflavík nach Montreal: ∑ Lebensweg Ansatz 476.355 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten für den Flugverkehr interkontinental in der Economy-Klasse bei einer Auslastung von 82%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
3'737 km 109.53 g 127.47 g 409.314 kg 476.355 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Montreal nach Alexandria: ∑ Lebensweg Ansatz 5.933 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
99 9.110 g 59.630 g 0.906 kg 5.933 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.

🇨🇭 🇨🇦


Von der Schweiz nach Kanada mit dem Schiff

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 179.452 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
Grabs - Uster Personenwagen 103 km 12.439 kg 20.315 kg
Uster - Basel Zug 106 km 0.008 kg 0.776 kg
Basel - Hamburg Zug 990 km 0.030 kg 49.401 kg
Hamburg - New York Containerschiff 8'785 km 53.764 kg 68.172 kg
New York - Montreal Bus 599 km 25.937 kg 34.856 kg
Montreal - Alexandria Zug 99 km 0.906 kg 5.933 kg
Schweiz - Kanada Bus, Zug, Containerschiff 10'579 km 93.085 kg 179.452 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Personenwagen von Grabs nach Uster: ∑ Lebensweg Ansatz 20.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6. Das wir zu dritt unterwegs waren wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
Distanz
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
103 km 120.77 g 197.23 g 12.4 kg 20.3 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Uster nach Basel: ∑ Lebensweg Ansatz 0.7 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der SBB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 29%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
106 km 0.08 g 7.32 g 0.008 kg 0.776 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Basel nach Hamburg: ∑ Lebensweg Ansatz 49.4 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für Hochgeschwindigkeitszügen (ICE) bei einer Auslastung von 55%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-. / pkm
direkter Betrieb
CO2-.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-.
990 km 0.03 g 49.9 g 0.03 kg 49.401 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Containerschiff von Hamburg nach New York: ∑ Lebensweg Ansatz 68.2 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Containerschiff. Das durchschnittliche Containerschiff weist eine Ladekapazität von gut 65'000 t auf und ist rund 12'000 t schwer. Pro Tonnenkilometer Transport auf See benötigt es rund 3.8 g Schweröl. Für meine Emissionen rechne ich mit 500 kg Transportgewicht. Für mich 85 kg, für mein Gepäckt 85 kg und 330 kg für die Lebensmittel und das Mobiliar in meiner Kabine.
Distanz
km
Gewicht
t
direkter Betrieb
CO2-equ. / tkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / tkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
8'785 0.5 12.240 g 15.520 g 53.764 kg 68.172 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Bus von New York nach Montreal: ∑ Lebensweg Ansatz 34.9 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem Reisbus (Car 50 Plätz) bei einer Auslastung von 42%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
599 km 43.3 g 58.19 g 25.937 kg 34.856 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Montreal nach Alexandira: ∑ Lebensweg Ansatz 5.9 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
99 9.110 g 59.630 g 0.906 kg 5.933 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.

🇨🇭 🇨🇦


Von der Schweiz nach Kanada mit dem Flugzeug

Ausstoss an Treibhausgasen Total: ∑ Lebensweg Ansatz 792.723 kg CO2-equ. pro Person
Strecke Verkehrsmittel Distanz direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
Grabs - Uster Personenwagen 103 km 12.439 kg 20.315 kg
Uster - Kloten Zug 30 km 0.005 kg 0.253 kg
Kloten - Montreal Flugzeug 6'011 km 658.385 kg 766.222 kg
Montreal - Alexandria Zug 99 km 0.906 kg 5.933 kg
Schweiz - Kanada Personenwagen, Zug, Flugzeug 6'243 km 671.736 kg 792.723 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Personenwagen von Grabs nach Uster: ∑ Lebensweg Ansatz 20.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf einer Fahrt mit einem durchschnittlichen Personenwagen mit einer Auslastung von 1.6. Das wir zu dritt unterwegs waren wird in dieser Rechnung nicht berücksichtigt.
Distanz
direkter Betrieb
CO2equ / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ / pkm
direkter Betrieb
CO2equ
∑ Lebensweg Ansatz
CO2equ
103 km 120.77 g 197.23 g 12.4 kg 20.3 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Uster nach Kloten: ∑ Lebensweg Ansatz 0.3 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der SBB für den Regionalverkehr nur S-Bahn bei einer Auslastung von 26%.
Distanz direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
30 km 0.17 g 8.43 g 0.005 kg 0.253 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Flug in der Economy von Zürich nach Montreal: ∑ Lebensweg Ansatz 766.222 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten für den Flugverkehr interkontinental in der Economy-Klasse bei einer Auslastung von 82%.
Distanz
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
6'011 km 109.53 g 127.47 g 658.385 kg 766.222 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.
Fahrt mit dem Zug von Montreal nach Alexandira: ∑ Lebensweg Ansatz 5.9 kg CO2-equ. pro Person
Die Berechnung beruht auf Durchschnittswerten der DB für den Fern- und Regionalverkehr bei einer Auslastung von 43%.
Distanz
km
direkter Betrieb
CO2-equ. / pkm
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ. / pkm
direkter Betrieb
CO2-equ.
∑ Lebensweg Ansatz
CO2-equ.
99 9.110 g 59.630 g 0.906 kg 5.933 kg
Datenquelle: mobitool und treeze Ltd.

Fazit Schweiz – Island

Mich erstaunen die Resultate. Ich habe einen grösseren Unterschied zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln erwartet. Folgende zwei Punkte finde ich noch erwähnenswert. Die Flugzeuge sind deshalb so effizient, weil sie sich auf das nötigste beschränken. Jede Person hat nur einen engen Sitzplatz, es gibt keine zusätzliche Fläche, die mit bewegt werden muss. Das ist auch nicht nötig, weil der Flug nur wenige Stunden dauert. Beim Fährschiff ist das anders. Jeder Passagier hat eine eigene Kabine mit Dusche und WC. Dazu gibt es Restaurants, Aufenthaltsräume, einen kleinen Einkaufsladen, Fitnesscenter und Swimmingpools. Das alles benötigt natürlich Platz und bringt zusätzliches Gewicht. Bei einer Reisezeit von fast vier Tagen sind diese zusätzlichen Angebote natürlich sehr willkommen. Wobei ich persönlich auch mit viel weniger Annehmlichkeiten leben könnte.
Der zweite Unterschied sind die verschiedenen Ankunftsorte in Island. Mit dem Flugzeug kommt man in Keflavík [Aussprache] an. Von dort gibt es Busverbindungen in die Hauptstadt und weiter in den Norden und an die Südküsten von Island. Mit dem Schiff erreicht man Island im Osten in Seyðisfjörður [Aussprache] , dieser kleinen Hafenstadt kommt man nur mit dem eigenen Auto oder einmal täglich mit dem Bus weiter. Ich hatte Glück und konnte auf dem Schiff eine Mitfahrgelegenheit organisieren. Dafür stehen nun etwa 100 kg CO2equ von der Fahrt im Personenwagen zu meiner Farm auf meinem Konto. Auch auf der Rückreise konnte ich nur einen Teil der Strecke mit dem Bus zurücklegen. Für das Reststück habe ich mir ein Auto gemietet. Da das isländische Busnetz eine Lücke an der Ostküste aufweist. Im Sommer und mit weniger Gepäck kann man diese Strecke auch mit Autostopp bewältigen. Im Jahr 2015 hat es bei mir funktioniert.

Fazit Island – Kanada

Beim Vergleich der Überfahrt nach Kanada halten sich die beiden Verkehrsmittel Schiff und Flugzeug ungefähr die Waage. Wobei sich hier ein Blick auf die Aufteilung der verschiedenen Verkehrsmittel lohnt. Die Flugreise wird dominiert von den Emissionen des Flugzeugs. Die Anreise zum Flughafen Keflavík und das letzte Stück von Montreal zu meinem Zielort Alexandria sind vernachlässigbar. Zudem ist die Distanz mit etwas über 4'000 km gering, weil ich in Island schon auf halber Strecke starte. Mit der Variante Schiff lege ich über 10'000 km zurück. Hauptgrund dafür ist, dass ich kein Schiff von Island in die USA oder nach Kanada gefunden habe. Deshalb fahre ich zuerst mit der Fähre zurück nach Dänemark. Auf diesem Abschnitt entsteht der grösste Teil meiner Treibhausgas-Emissionen auf dem Weg nach Amerika. Die distanzmässig grösste Strecke von fast 9'000 km lege ich mit dem Frachtschiff zurück. Die Emissionen für diesen Abschnitt halten sich aber mit unter 70 kg CO2equ in Grenzen. Das liegt insbesondere daran, dass ich als leichtes Menschlein mit einer riesigen Masse von Gütern mitreise. Pro kg, welches das Containerschiff transportiert, sind die Emissionen sehr gering. Die Gesamtemissionen der Schifffahrt weltweit sind nur deshalb so hoch, weil wir so enorm viele Dinge rund um die ganze Welt verschieben und weil die Schiffe mit minderwertigem und schadstoffreicherem Treibstoff fahren. Im Unterschied zum Fährschiff sind die Annehmlichkeiten auf dem Frachtschiff viel geringer. Die Infrastruktur beschränkt sich auf das Nötigste, was eine effizientere Reise ermöglicht.
Für meine CO2equ Bilanz ist der Aufenthalt in Island nicht gut. Ich hätte etwa 600 kg CO2equ sparen können, wenn ich direkt aus der Schweiz über Hamburg in die USA gereist wäre. Der Vergleich Schweiz – Kanada mit dem Flugzeug oder mit dem Containerschiff ist interessant. Die CO2equ der Schiffsreise betragen weniger als 25% der Flugreise. Dafür dauert sie 20 mal länger.

CO2equ Budget pro Mensch

Um unsere heutigen Lebensbedingungen an unsere Nachkommen weiter zu geben, müssen wie die Erderwärmung auf 2.0°C besser 1.5°C beschränken. Je nach Quelle bedeutet das noch 600 bis 2'300 kg CO2equ pro Jahr und Person bis ins Jahr 2050. Mein persönlicher Fussabdruck belief sich in den letzten Jahren auf 7'960 kg CO2equ , der Schweizer Druchschnitt beträgt 13'510 kg CO2equ (Quelle: WWF Footprint Rechner).
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«Allumfassender Komfort ist der Sarg des Reisens.»



Ilija Trojanow
 
 

Hilft der Verzicht auf Flugreisen dem Klima?

Die Emissionen für lange Reisen sind in jedem Fall hoch, egal, ob ich mit dem Flugzeug, Schiff, Zug, Bus, oder Auto reise. Wobei eine Schiffsreise eine grosse Reduktion darstellen kann. Die Lösung für unser Klimaproblem sind aber nicht die Schiffe. Wenn alle Personen mit Schiffen nach Amerika fahren würden, bräuchten wir eine riesige Kreuzfahrtflotte und die wäre höchst wahrscheinlich schädlicher fürs Klima als die Flugzeuge. Ich sehe die grosse Auswirkung des Verzichts auf den Flieger an einem anderen Ort. Durch die enorme Reisegeschwindigkeit und die geringen Ticketpreise der Flugzeuge ist es für die Menschen der Industierländer kein Problem, mehrmals jährlich mit dem Flugzeug zu verreisen. Der geringe Preis macht es sogar attraktiver für einen Besuch der Nachbarländer ins Flugzeug zu steigen, obwohl es gute Zugverbindungen geben würde. Durch meinen Verzicht auf Flugreisen hat sich mein Reiseverhalten in den letzten zwei Jahren entscheidend verändert. Nach meinen beiden Sommerreisen nach Island wollte ich die Insel unbedingt auch im Winter besuchen, um die Nordlichter zu fotografieren. Ohne Klimawandel wäre ich vermutlich im Jahr 2017 nach Island geflogen und im Jahr 2018 noch einmal und 2019 nochmals, da die Nordlichter so unglaublich schön sind und ich nicht genug davon bekommen kann. Das konnte ich aber gegenüber den zukünftigen Generationen nicht verantworten. Meine Lösung für dieses Problem ist daher nur eine Reise nach Island, dafür dauert diese zwei Monate. Dadurch habe ich zwei Flüge Schweiz – Island retour vermieden (4 mal 600 kg CO2equ = 2'400 kg CO2equ). Sobald man länger an einem Ort bleibt, fällt auch die längere Reisezeit mit dem Schiff nicht mehr so arg ins Gewicht. Dasselbe Prinzip ist natürlich auch für meinen Aufenthalt in Nordamerika gültig.
Zusätzlich spricht man mit vielen unterschiedlichen Leuten über den Klimawandel, weil ich auf die Frage «Wann fliegst du ab?» Immer dasselbe antwortete: «Ich gehe mit dem Schiff». Dadurch dreht sich das Gespräch relativ rasch um den Klimawandel. Hoffentlich kann ich das Mobilitätsverhalten des einen oder anderen dadurch etwas beeinflussen. Viele können sich eine lange Abwesenheit von ihrem Zuhause, ihren Freunden und ihrer Familie nicht vorstellen. Mir ist es auch nicht leicht gefallen, aber ich finde unsere einmalige Natur, unsere Tierwelt, wie wir sie heute kennen, ist es wert dieses Opfer zu bringen.

Nachteile einer langen Reise

Einige Leute haben schon angekündigt, sie wollen mich besuchen kommen. Darüber würde ich mich sehr freuen. Es ist eben doch etwas anderes, sich mit langjährigen Freunden einen Abend lang auf Schweizerdeutsch zu unterhalten, als sich mit neuen Bekanntschaften in einer mir nicht ganz so geläufigen Sprache auszutauschen. Aber diese Freunde werden höchstwahrscheinlich ins Flugzeug steigen, um mich zu erreichen. Somit würde ich indirekt grosse Treibhausgas-Emissionen auslösen. Vielleicht entstehen aber gar keine neuen Reisen, sondern es werden nur die Reiseziele an meinen Aufenthaltsort angepasst. In beiden Fällen wäre es kein Beitrag, um die Treibhausgas-Emissionen zu senken. Auf den Besuch möchte ich aber trotzdem nicht verzichten. Eine fast unlösbare Situation.

Reisen als Landschaftsfotograf

Darf ich mich Landschaftsfotograf nennen und gleichzeitig energieintensiv durch die Welt reisen. Ja sogar noch ein grosses Geländefahrzeug in Nordamerika kaufen und damit viele tausend Kilometer zurück legen? Ehrlicher wäre wohl Klimawandel Supporter mit gelegentlicher Dokumentation des Objekts der Zerstörung.
Über dieses Dilemma mache ich mir viele Gedanken. Um die Emissionen so gering wie möglich zu halten reise ich für längere Zeit und nicht alljährlich nach Amerika. Dadurch kann ich mir viele Überquerungen des Atlantiks sparen, welche ich benötigen würde, um die gleich lange Zeit mit normalen Jahresurlauben in Nordamerika zu verbringen. Aus meiner Sicht müssten die Outdoor-Reiseblogger und Landschaftsfotografen auf dieses Thema besonders sensibilisiert sein. Doch wie so oft ist nur, wenn überhaupt, das Bewusstsein für den Klimawandel vorhanden. Taten und Anpassungen des eigenen Verhaltens sehe ich leider wenige. In der Naturfotografie-Szene fällt mir nur ein Name als wirklich positives Beispiel ein: Tobias Ryser. Er zeigt seit einigen Jahren nur Bilder aus den Alpen. Dafür bewundere ich ihn noch mehr als für seine tollen Fotografien. Vielen Dank, dass du uns zeigst, dass man auch mit Landschaftsfotos von Zuhause glücklich werden kann. Falls es noch weitere solche Vorbilder gibt, würde ich gerne von euch erfahren.
Ich bin davon überzeugt, dass sich diese Branchen ändern sollten und neue klimaneutrale Konzepte erarbeiten müssen, um ihre Glaubwürdigkeit von der Liebe zur Natur zu behalten. Auf dem Containerschiff habe ich viel Zeit darüber nachzudenken. Vielleicht habe ich in diesen 17-Tagen auf dem Atlantik eine Erleuchtung.
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«Reisen ergibt eigentlich keinen Sinn wenn man seinen Horizont nicht geografisch, technisch, philosophisch und körperlich erweitert.»



Ilija Trojanow
 
 

Zukunftsaussichten

Die aktuelle Situation sieht nicht gut aus. Die Politik reagiert zu langsam, der Wirtschaft ist der Wandel zu teuer und die Menschen sind zu bequem. Manchmal fühle ich mich hilflos und es deprimiert mich wie achtlos wir in unserem Alltag in die falsche Richtung voranschreiten. Doch es gibt auch immer wieder erfreuliche Nachricht. Plötzlich werden Schweizer Parteien Grün, die junge Generation geht nach dem Vorbild von Greta Thunberg fürs Klima auf die Strasse. Da könnte eine Generation heranwachsen die ihr Verhalten ändert. Grosse Bevölkerungsschichten achten bei ihren Lebensmitteleinkäufen auf lokale und saisonale Produkte. Diesen Gesinnungswandel würde auch unserem Mobilitätsverhalten gut tun. Immer wenn ich wenig Hoffnung auf eine Verbesserung habe denke ich an einen Satz von Al Gore: «Veränderung braucht immer länger als wir denken, und dann passiert sie schneller, als wir je zu hoffen wagten.»


Herzlichen Dank für die Hilfe für diesen Artikel:

Jolanda, Andreas und Seraphin für das Probelesen
Andi für den Chemiunterricht
Christina für das redigieren all meiner Artikel
myclimat für die Beantwortung meiner Fragen
Jóhan av Reyni für die Informationen über die MS Norröna
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«Veränderung braucht immer länger als wir denken, und dann passiert sie schneller, als wir je zu hoffen wagten.»



Albert Arnold „Al“ Gore, Ehemaliger Vizepräsident USA
 

12 Comments

  1. Andreas sagt:

    Wahnsinn! Dein Einsatz ist bewundernswert! Ein sehr fundierter Bericht und du hast enorm treffende Worte zum Reisen an sich und unserem Verhalten gefunden. Vielen Dank Elias 🙂

  2. Samu sagt:

    Super Beitrag! Sehr angenehm lesbar und mega aufschlussreich! Hut ab und vielen, vielen Dank für deine Bemühungen 🙂

  3. Spannender Beitrag, der ein Stückweit meine Frage beantwortet, ob Fliegen klimaschädlicher ist als Schiff fahren. Noch zu klären bleibt diese Frage bezüglich Warenimport – ist eine flugimportierte Mango überhaupt klimaschädlicher als eine mit dem Schiff importierte? Da der Unterschied nicht riesig ist, hängt das Ergebnis wohl nicht zuletzt von Typ und Auslastung des Schiffes bzw. Flugzeuges ab.

    In diesem Zusammenhang ist die Energieeffizienz-Datenbank der Schiffe interessant, die versucht, aufgrund öffentlicher Informationen eine Art “Energieetikette” für Frachtschiffe bereitzustellen. Siehe dazu den Spiegel-Bericht [1] und die Datenbank [2] – man kann dort effektiv Schiffe nach Namen suchen! Der MS “NORRONA” stellt die Datenbank mit 13.493 EVDI (grams CO2 per tonne nautical mile) die Note “B” aus.

    Die Datenbank ist sinnloserweise registrierungspflichtig. Hier mein anonymer Zugang: Benutzername “asdf.asdf2” und Passwort “asdf2.asdf”.

    [1] – https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-einsparungen-milliardaer-will-schifffahrt-zur-oeko-revolution-verdonnern-a-733283.html
    [2] – http://www.energyefficiencyrating.net

    • Elias sagt:

      Lieber Martin
      Ich würde jetzt Tippen die Mango per Schiff hat die bessere Klimabilanz. Damit habe ich mich aber noch genauer beschäftigt. Es kann natürlich auch anders sein. Danke für deine beiden Links. Die schaue ic mir gerne genauer an.
      Liebe Grüsse
      Elias

  4. Nando sagt:

    Es ist toll zu sehen, dass Menschen den direkten Zusammenhang zwischen ihrer Flugreise und dem Leben kommender Generationen erkennen und bereit sind auch große Abstriche zu machen. Das fällt den allermeisten – nachvollziehbarerweise – sehr schwer.
    Ich selbst gehe mit Fridays for Future auf die Straße und hoffe, damit bewirken zu können, dass es damit den Menschen bald einfacher fällt statt des Fluges nach Amerika nur mit dem Zug in die Alpen oder an die französische Küste zu fahren. Wenn der Preis sich nur um wenige Euro unterscheidet, fällt die Entscheidung den meisten leider sehr einfach.

    • Elias sagt:

      Lieber Nando
      Aktuell fällt es leider vielen noch schwer auf Flugreisen zu verzichten. Ich glaube aber, dass die Fridays for Future Bewegung da einen Stein ins rollen gebracht hat, welcher nicht mehr so schnell zu stoppen ist. Ich denke viel Menschen sind daran umzudenken und wenn sich jetzt auch noch etwas an unserem Preissystem in der Mobilität ändern würde könnte es plötzlich in eine zukunftsfreundlichere Richtung kippen.
      Ich war in Hamburg als ich auf das Schiff gewartet habe auf einer Klimademo mit dabei und bin zuversichtlich das die junge Generation intelligenter handelt als unsere Vorgänger.
      Liebe Grüsse
      Elias

  5. Hans sagt:

    Lieber Elias, sehr interessanter Bericht und ich finde es super dass du dich mit diesem Thema so intensiv auseinander gesetzt hast. Ferien in der Nähe ist somit sicher am sinnvollsten was in der Schweiz ja auch wundervoll möglich ist.
    Ebenso wichtig scheinen mir aber auch ganz andere Aspekte wie Essen und Wohnen (nachhaltig bauen und wohnen) und es sollte nicht nur um den Klimawandel sondern generell um die Reduzierung unseres hohen Ressourcenverbrauchs gehen. Wenn man allerdings das Verhalten der Menschheit betrachtet stimmt einem dies sehr pessimistisch…. umso mehr freue ich mich über die engagierte Jugend und hoffe sehr dass dies etwas bewirkt 🙂

    • Elias sagt:

      Lieber Hans, ja da hast du natürlich recht. Man sollte in allen Lebensbereichen auf die Umwelt, Klima und den Ressourcenverbrauch achten. Wobei ich mir manchmal etwas überfordert vorkomme wenn ich mich um alles gleichzeitig kümmern sollte. Insbesondere wenn man sich tiefer für die jeweiligen Bereiche interessiert. Deshalb habe ich hier für mich aus aktuellem Anlass das Reisen untersucht. Beim Essen kann man denke ich auch ziemlich viel bewirken wenn man regional und saisonal einkauft. Das ist ja auch nicht schwierig. Man muss sich beim einkaufen nur jeweils daran erinnern. Beim Wohnen wird es als Mieter natürliche etwas schwieriger. Mit einem Eigenheim hat man dann aber natürlich einen grossen Hebel. Da hast du dich ja intensiv damit beschäftigt und eine gute Lösung gefunden.
      Mir geben die ganzen Klimademos auch Hoffnung auf eine heranwachsende Generation die sich wieder mehr um unseren Planeten kümmert als das aktuell noch der Fall ist.
      Liebe Grüsse
      Elias

  6. Rebecca sagt:

    Vielen herzlichen Dank für den Artikel!
    Genau danach hatte ich gesucht, da ich derzeit überlege eventuell 2021 in die USA/Kanada für eine Konferenz zu fahren. Ich habe also nach CO2-Emissionen für Containerschiffe gesucht um herauszufinden ob das wirklich besser ist als zu fliegen. Scheint auf jeden Fall so. Im Idealfall könnte ich das außerdem mit Urlaub verbinden und somit mehr Zeit im Land verbringen.
    Viele Grüße und herzlichen Dank!
    Rebecca

    • Elias sagt:

      Hallo Rebecca
      Bitte gern geschehen. Es freut mich immer wenn sich Leute Gedanken darüber machen wie sie ihre persönlichen Treibhausgas Emissionen verringern können. Ich denke betreffend dem Klima ist es sicher besser mit dem Containerschiff nach Amerika zu reisen. Ich kann dir einfach empfehlen dich früh genug um ein Schiff zu kümmern. Anscheinend sind die Plätze für Passagiere ziemlich weit voraus schon ausgebucht. Zudem empfiehlt es sich genügend Reservezeit einzuplanen die Frachtschiffe sind alles andere als pünktlich.
      Ich wünsche dir viel Spass auf dem Schiff.
      Liebe Grüsse
      Elias

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