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Herefordkalb
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5. Mai 2020

Nochmals in den Bergen bestaune ich die wunderbaren kanadischen Rocky Mountains. Am besten gefällt mir aber der gefrorene Abraham Lake. Seine Muster- und Formenvielfalt im Eis ist unerschöpflich.

Hirsch

Wapiti

gesehen

Dickhornschaf

gesehen

Übernachtungen

Zurück in den Bergen

Als nach dem Schlittenhunderennen wieder der Alltag einkehrt, setze ich meine Reise fort. Ich fahre gegen Südwesten in Richtung Jasper. Edmonton lasse ich aus. Mich zieht es in die Berge. Am Kinky Lake finde ich einen kleinen Zeltplatz mit Tischen, Feuerschalen und Brennholz. Der kleine See ist zugefroren und obwohl überall Schnee am Boden liegt, sind die Bäume schneefrei. Ich geniesse den Tag, den Ausblick in die Berge, die Sonne und ab dem Nachmittag schmelze ich Schnee über dem Holzfeuer. Am nächsten Tag wird es stürmisch. Der Wind bläst den ganzen Tag und am Nachmittag beginnt es zu schneien. Nun sind sie wieder da diese Gedanken, dass ich mir das falsche Auto gekauft habe. Seit dem November habe ich mir oft gewünscht einen kleinen Bus zu haben, in den hätte ich einen Holzofen eingebaut und so könnte ich gemütlich an der Wärme und vom Wind geschützt kochen, lesen und schreiben. Dafür ist es nun zu spät. Ich habe einen Truck mit Dachzelt und lebe unter freiem Himmel. Bei positiven Temperaturen und ohne Wind mein Traum. Doch jetzt ist es noch Winter, Schnee und Eis prägen die Landschaft und es ist kalt. Es lässt sich nicht so leichtfüssig reisen wie letztes Jahr. Doch die warme Zeit wird wieder kommen.

Jasper: Tiere, Eisfälle und Sterne

Im Jasper Nationalpark darf man nur auf den ausgewiesenen Zeltplätzen übernachten. Die meisten sind im Winter geschlossen und der Wapiti Campground, der offen hat, ist fast so teuer wie ein Bett im Schlafsaal des Downtown Hostels. Ich buche da zwei Nächte, nutze die Dusche und die hervorragend ausgestattete Gemeinschaftsküche. Da ich nun am Morgen das Dachzelt nicht zusammenbauen muss, bevor ich los fahren kann, nutze ich die beiden Sonnenaufgänge, um den Pyramid Mountain im Morgenlicht zu fotografieren. Die Lichtsituationen sind nicht besonders spannend. Dafür starte ich früh in den Tag und habe noch viel Zeit andere Sachen zu besuchen. Zum Beispiel den Maligne Canyon, eine enge Schlucht mit viel Eis. Mit etwas Mut kann man einen grossen Teil in der Schlucht hochwandern und so ganz nahe an die grossen Eiszapfen kommen.
Auf den Bahngleisen mitten im Dorf tummelt sich eine Herde Hirsche. Sie fressen das Gras zwischen den Gleisen. Die besten Fressplätze werden erst frei gegeben, wenn die Lokomotive anrollt und kurz vor den Tieren zu hupen beginnt.
 
 
Zwei Nächte verbringe ich auf dem Hidden Cave Campground. Hier hat es Platz für vier Zelte, eine Feuerstelle und eine kleine Kochhütte mit Holzofen. Das Ganze befindet sich auf einer Insel und ist im Sommer mit dem Kanu oder Kajak zugänglich. Im Winter kann man gemütlich über den gefrorenen See wandern. Ich erwische drei wolkenlose Tage. Viel Sonne und sternenklare Nächte. Da die kleine Insel nur Besuch von Tagesgästen bekommt und ich ab dem Abend jeweils alleine bin, übernachte ich nicht im Zelt sondern in der Hütte neben dem Ofen. Es wird doch ziemlich kalt in der Nacht. Mit einem wärmenden Holzofen lässt es sich einfacher aufstehen.
In einer felsigen Kurve sehe ich ein Big Horn Sheep in der Strassenböschung. Da es fast keinen Verkehr hat, stoppe ich meinen Truck und entdecke noch viele weitere Tiere im Hang oberhalb der Strasse. Sie scharren nach Gräsern unter dem Schnee. Nach einiger Zeit klettert ein Tier nach dem anderen auf die Strasse herunter. Vorsichtig nähern sie sich meinem Auto. Anscheinend muss eine Strasse, auf der ich gefahren bin, gesalzen gewesen sein. Denn die Schafe beginnen mein Auto abzulecken. Ich sitze drinnen mit offenem Fenster und rund herum verköstigen sich über ein halbes Dutzend Big Horn Sheeps an meinem Auto.

Big Bend Campground

Ich liege in meinem kleinen Zelt, geschützt vor Wind und Kälte, auf dem Big Bend Zeltplatz im Jasper National Park. Vor mir eine sagenhafte Aussicht auf die Berge Mount Confederation, Blackfriars Peak und Mount Quincy. Dieses Panorama ziert das Titelbild mancher Wanderführer und Bildbände der kanadischen Rocky Mountains. Hier hat es nur vier Fächer, um die Lebensmittel zu verstauen, und eine Feuerstelle. Ein Küchenhäuschen gibt es nicht, obwohl das bei diesem Wind ganz angenehm wäre. Die Zeit im Zelt, das im Wind zittert, wirkt beruhigend auf mich. Es fühlt sich erholsamer an als die vergangenen Nächte mit Hütte und Holzofen. Es ist natürlich auch ehrlicher, so der Natur ausgesetzt zu sein. Ich geniesse die Abgeschiedenheit und suche mir einige Fotostandpunkte für den Sonnenuntergang, obwohl die aufziehenden Wolken diesen wohl zunichte machen werden. Von Zeit zu Zeit lässt der Wind etwas Schnee über das Zelt rieseln. Es hört sich an wie ein Regenmacherstab.
Am nächsten Morgen hat es fünf Zentimeter Neuschnee und die Berge sind von weissen Wolken umschwebt. Ich packe nach dem Frühstück zusammen und wandere durch den verschneiten Wald zurück.

Schwarzeis auf dem Abraham Lake

Bevor ich nach Banff fahre, mache ich einen Abstecher zum Abraham Lake. Viel Schnee liegt hier nicht. Es windet ein bisschen und vorsichtshalber stelle ich meinen Truck nicht ganz an den Strand sondern ein bisschen geschützter zwischen die Bäume. Der grosse Stausee ist komplett zugefroren aber fast schneefrei. Ein fantastischer Spielplatz für alle Fotografen und Liebhaberinnen von Formen und Mustern. Das dunkle Eis sieht alle paar Meter anders aus. Manchmal ist es durchsichtig und man sieht die Steine am Seegrund, daneben schweben grosse und kleine weisse Luftblasen im einen halben Meter dicken Eis oder dieses ist durchzogen von grossen und kleinen Rissen. Es macht unglaublich Spass über das Eis zu rutschen und alle unterschiedlichen Eisvarianten zu entdecken. Immer mal wieder knackt es und es entstehen neue Risse. Doch das Eis hält.
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