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Grand Canyon Juni 2020

15. September 2020
Reflection Canyon
Reflection Canyon Juni 2020
13. September 2020

Am Grand Canyon treffe ich mich nochmals mit Heidi und Franz. Wir teilen uns den Zeltplatz mit Hasen und Hirschen, sind aber etwas abgeschreckt von den vielen Besuchern. Meinen fotografischen Höhepunkt erlebe ich zum Schluss, als doch noch Wolken am Himmel auftauchen.

Hirsch

Waipiti

gesehen
Hase

Hase

gesehen
PK_Tag-Nacht
5

Tage

Strecke
643 km

Strecke

Übernachtungen

Dachzelt
5

Dachzelt

30°C

Temperatur

Sonnenaufgang

5:11

Sonnenaufgang
Sonnenuntergang

19:47

Sonnenuntergang

Grand Canyon South Rim

Mit Heidi und Franz treffe ich mich ein zweites Mal, diesmal auf dem Ten-X Zeltplatz südlich vom Grand Canyon. Wir haben einen schönen schattigen Platz unter grossen Bäumen mit zwei Feuerstellen. Doch Lagerfeuer sind bei dieser Trockenheit nicht erlaubt. Wir fahren zum Visitor Center und spazieren ein Stück dem Rim Trail entlang. Man spürt sofort die Bekanntheit dieses Canyons. Die Aussichtspunkte sind voll mit Leuten. Von Corona spürt man nur wenig. Viele Menschen nehmen kaum Rücksicht auf Abstandsregeln. Bei diesen Ausblicken kann man die Alltagssorgen auch gut vergessen. Von manchen Punkten aus sieht man 1'500 Meter in die Tiefe. Ein spezielles Gefühl. Eine Art umgekehrter Berg. Ich stehe Oben auf der grossen Fläche und sehe nach Unten zum schmalen Ende in Form des Colorado Rivers.
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Grand Canyon

South Kaibab Trail

Auf einen Abstieg bis zum Fluss verzichten wir. Dafür ist es uns zu warm. Doch etwas Canyon-Luft wollen wir trotzdem schnuppern und begeben uns auf den Kaibab Trail. Zuerst führt der Weg in Serpentinen steil nach unten. Er ist gut ausgebaut, da er auch mit Mauleseln begangen wird. Im Vergleich zu den anderen Canyons flussaufwärts erscheint mir hier die Vegetation erstaunlich grün. Besonders angetan haben es mir die Utah Agaven. Diese bis zu vier Meter hohen Stängel fallen sofort auf. Wir wandern etwas über 600 Meter in die Tiefe, also fast bis zur Hälfte. Der Blick von innerhalb bietet nochmals ganz neue Ansichten. Als wir uns entscheiden umzukehren, beginnt der strengere Teil. In der Mittagshitze machen wir uns auf, um wieder nach Oben zu steigen. Zum Glück weht ein erfrischender Wind durch die Schlucht.

Sonnenuntergang am Yavapai Point

Nach dem Abendessen fahren wir nochmals los, um den Sonnenuntergang am Canyonrand zu erleben. Wir sind nicht alleine am Yavapai Point. Viele sind ausgerüstet mit Campingstühlen und warten bis die Sonne im Westen untergeht. Ohne Wolken und in dieser trockenen Luft zeigt sich uns ein sehr unspektakuläres Schauspiel. Der Sommer ist wohl fotografisch eine schwierige Zeit hier.

Besucher auf dem Zeltplatz

Der sehr grosszügige Zeltplatz bietet nicht nur Platz für Wohnwagen und Zelte, er beherbergt auch viele Tiere. Die Vögel in den Bäumen sind allgegenwärtig. Ein kleiner Hase begrüsst uns jeweils am Morgen und am Abend. Hauptattraktion sind zurzeit aber zwei Hirsch-Bullen. Ein jüngerer und ein sehr stattlicher Hirsch mit riesigem Geweih. Eines morgens schlendert er nur wenige Meter an unseren Autos vorbei und legt sich auf einen freien Platz unter einem Baum. Die beiden Wildtiere bewegen sich so selbstverständlich über das Gelände wie wir Menschen. Für mich ist es eine riesiege Freude diese Tiere so hautnah miterleben zu dürfen.

Die Wolken kommen zum Schluss

Heidi und Franz machen sich auf den Weg nach Kalifornien. Am liebsten wären sie schon lange wieder in Kanada, doch die Grenzschliessung wird bis am 21. Juli verlängert. Ich habe mich wegen der andauernden Hitze entschieden meinen Kühlschrank durch ein leistungsfähigeres Modell zu ersetzen. Meinen neuen Kühlschrank kann ich aber erst morgen in Flagstaff abholen. Daher bleibe ich eine Nacht länger am South Rim. Das ist mein grosses Glück, denn am Nachmittag ziehen endlich wieder einmal Wolken auf. Diesen Abend versuche ich mein Glück am Grandview Point. Ich bin früh genug da und ergattere mir einen Platz zuvorderst an der Kante. Auf der Nordseite vermischen sich die Wolken mit dem Rauch des Waldbrandes und ich kann meine Fotos wie gewünscht mit farbigem Himmel machen.

Das North Rim brennt

Gerne wäre ich auch noch zum North Rim gefahren, um jene Sicht ebenfalls zu erleben. Doch die Anfahrtsstrasse ist gesperrt. Es brennt nun schon seit fast zwei Wochen. Auf dem Weg nach Page durchfahre ich den Dunst vom Waldbrand. Ich rieche den Brandgeruch sofort und auch die Sicht ist stark eingeschränkt.
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