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Grand Canyon Juni 2020

Reflection Canyon
Reflection Canyon Juni 2020
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24. September 2020

Am Grand Canyon treffe ich mich nochmals mit Heidi und Franz. Wir teilen uns den Zeltplatz mit Hasen und Hirschen, sind aber etwas abgeschreckt von den vielen Besuchern. Meinen fotografischen Höhepunkt erlebe ich zum Schluss, als doch noch Wolken am Himmel auftauchen.

Hirsch

Waipiti

gesehen
Hase

Hase

gesehen
PK_Tag-Nacht
5

Tage

Strecke
643 km

Strecke

Übernachtungen

Dachzelt
5

Dachzelt

30°C

Temperatur

Sonnenaufgang

5:11

Sonnenaufgang
Sonnenuntergang

19:47

Sonnenuntergang

Grand Canyon South Rim

Mit Heidi und Franz treffe ich mich ein zweites Mal, diesmal auf dem Ten-X Zeltplatz südlich vom Grand Canyon. Wir haben einen schönen schattigen Platz unter grossen Bäumen mit zwei Feuerstellen. Doch Lagerfeuer sind bei dieser Trockenheit nicht erlaubt. Wir fahren zum Visitor Center und spazieren ein Stück dem Rim Trail entlang. Man spürt sofort die Bekanntheit dieses Canyons. Die Aussichtspunkte sind voll mit Leuten. Von Corona spürt man nur wenig. Viele Menschen nehmen kaum Rücksicht auf Abstandsregeln. Bei diesen Ausblicken kann man die Alltagssorgen auch gut vergessen. Von manchen Punkten aus sieht man 1'500 Meter in die Tiefe. Ein spezielles Gefühl. Eine Art umgekehrter Berg. Ich stehe Oben auf der grossen Fläche und sehe nach Unten zum schmalen Ende in Form des Colorado Rivers.
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Grand Canyon

South Kaibab Trail

Auf einen Abstieg bis zum Fluss verzichten wir. Dafür ist es uns zu warm. Doch etwas Canyon-Luft wollen wir trotzdem schnuppern und begeben uns auf den Kaibab Trail. Zuerst führt der Weg in Serpentinen steil nach unten. Er ist gut ausgebaut, da er auch mit Mauleseln begangen wird. Im Vergleich zu den anderen Canyons flussaufwärts erscheint mir hier die Vegetation erstaunlich grün. Besonders angetan haben es mir die Utah Agaven. Diese bis zu vier Meter hohen Stängel fallen sofort auf. Wir wandern etwas über 600 Meter in die Tiefe, also fast bis zur Hälfte. Der Blick von innerhalb bietet nochmals ganz neue Ansichten. Als wir uns entscheiden umzukehren, beginnt der strengere Teil. In der Mittagshitze machen wir uns auf, um wieder nach Oben zu steigen. Zum Glück weht ein erfrischender Wind durch die Schlucht.

Sonnenuntergang am Yavapai Point

Nach dem Abendessen fahren wir nochmals los, um den Sonnenuntergang am Canyonrand zu erleben. Wir sind nicht alleine am Yavapai Point. Viele sind ausgerüstet mit Campingstühlen und warten bis die Sonne im Westen untergeht. Ohne Wolken und in dieser trockenen Luft zeigt sich uns ein sehr unspektakuläres Schauspiel. Der Sommer ist wohl fotografisch eine schwierige Zeit hier.

Besucher auf dem Zeltplatz

Der sehr grosszügige Zeltplatz bietet nicht nur Platz für Wohnwagen und Zelte, er beherbergt auch viele Tiere. Die Vögel in den Bäumen sind allgegenwärtig. Ein kleiner Hase begrüsst uns jeweils am Morgen und am Abend. Hauptattraktion sind zurzeit aber zwei Hirsch-Bullen. Ein jüngerer und ein sehr stattlicher Hirsch mit riesigem Geweih. Eines morgens schlendert er nur wenige Meter an unseren Autos vorbei und legt sich auf einen freien Platz unter einem Baum. Die beiden Wildtiere bewegen sich so selbstverständlich über das Gelände wie wir Menschen. Für mich ist es eine riesiege Freude diese Tiere so hautnah miterleben zu dürfen.

Die Wolken kommen zum Schluss

Heidi und Franz machen sich auf den Weg nach Kalifornien. Am liebsten wären sie schon lange wieder in Kanada, doch die Grenzschliessung wird bis am 21. Juli verlängert. Ich habe mich wegen der andauernden Hitze entschieden meinen Kühlschrank durch ein leistungsfähigeres Modell zu ersetzen. Meinen neuen Kühlschrank kann ich aber erst morgen in Flagstaff abholen. Daher bleibe ich eine Nacht länger am South Rim. Das ist mein grosses Glück, denn am Nachmittag ziehen endlich wieder einmal Wolken auf. Diesen Abend versuche ich mein Glück am Grandview Point. Ich bin früh genug da und ergattere mir einen Platz zuvorderst an der Kante. Auf der Nordseite vermischen sich die Wolken mit dem Rauch des Waldbrandes und ich kann meine Fotos wie gewünscht mit farbigem Himmel machen.

Das North Rim brennt

Gerne wäre ich auch noch zum North Rim gefahren, um jene Sicht ebenfalls zu erleben. Doch die Anfahrtsstrasse ist gesperrt. Es brennt nun schon seit fast zwei Wochen. Auf dem Weg nach Page durchfahre ich den Dunst vom Waldbrand. Ich rieche den Brandgeruch sofort und auch die Sicht ist stark eingeschränkt.
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8 Comments

  1. Elsa Martin sagt:

    Lieber Elias
    ich habe heute in der Sonntagszeitung Deine „Abenteur-Reise“ mit sehr viel Interesse gelesen und freue mich so sehr, dass ich jetzt all Deine Bilder/Geschichten auf „elisasvetter“ anschauen/bewundern/lesen darf! Vielen lieben Dank dafür.
    Ich erkenne zum Teil einige von Dir beschriebenen Orte (USA) noch aus den 1970er/80er Jahren, an irgendwo anstehen kann ich mich gar nicht erinnern, zum Teil so menschenleer, dass man fast Angst hatte… (also das betrifft jetzt z.B. Gran Canyon / Flagstaff) weiter bin ich noch gar nicht…
    Deine Bilder sind WUNDERSCHÖN!!!
    Ich freue mich so Deine Seite gefunden zu haben und werde mich jetzt langsam und ganz gemütlich an alle Deine prächtigen Bilder und unterhaltsamen Geschichten ran machen! Viele herzliche Grüsse, alles alles Gute, take care

    • Elias sagt:

      Hallo Elsa
      Ja ich denke da hat sich viel verändert. Die Amerikaner haben speziell dieses Jahr ihr eigenes wunderbares Land entdeckt. Aber es gibt zum Glück immer noch Orte welche man für sich alleine hat.
      Liebe Grüsse
      Elias

  2. Kessler sagt:

    Kompliment an dich, Elias. Einfach toll gemacht, deine wunderschönen Fotos, deine interessanten Reiseberichte und die gut gestaltete Homepage. Hoffe, man wird dich bei Explora erleben dürfen als Vortragsbesucher bei einer Live-Reportage.

  3. bernhard krieg sagt:

    hallo Elias,deine grossartigen bilder und reiserouten erinnern mich sehr stark an meine reisen in den usa. zwischen 1983 und 2011 bereiste ich die gegend mittlerer westen mehrmals mit gamper und kombinirt mit öv (amtrak). viel glück und weiterhin gute reise mit vielen schönen momenten wünscht dir bernhard krieg

    • Elias sagt:

      Hallo Bernhard
      Viele der Landschaftswunder werden wohl noch gleich aus sehen wie zu deinen Reisen. Doch mittlerweilen hat es viel mehr Besucher. Ich geniesse es trotzdem. Liebe Grüsse Elias

  4. Hans Hege sagt:

    Dank der Sonntagszeitung wurde ich auf deine guten Fotos aufmerksam. Habe sie hinderschi und fürschi genossen. Ist ja meine Lieblingsgegend. War 1969 das erste mal dort und damals gleich alt wir du jetzt. Seither zog es mich immer wieder mal im diese Gegend. Allerdings nicht ganz so abenteuerlich: Mietwagen und Motels. Hat sich viel verändert in diesen 50 Jahren. Die Berge, die Canyons, die Wüsten sind geblieben, haben Präsidenten unterschiedlichster Gattung überlebt und bis jetzt auch die sich ausdehnende Besiedlung und die vielen Touristen.

    Deine Beschreibung von der Wanderung durch das Grand Canyon runter zum Colorado hat es mir besonders angetan. Ich glaube es war nicht der Bright Angel Trail. 2011 hatte ich etwas mehr als die Hälfte geschafft, bis zu den Indian Gardens. 3 Stunden 20 Minuten runter, 1000 m rauf in nur 4 Stunden. Man muss erstens viel weniger aufpassen wo man hin tritt und die vielen Fotos sind bereits gemacht. http://www.hege.ch/11_USA-1080-V03/index.html

    Habe auch viel fotografiert, erst Dias, später Digital und seit über 10 Jahren 3D. 3D Bilder lassen sich bequem auf einem 3D TV geniessen, auf meiner Homepage http://www.hege.ch notfalls auch als normale Fotos. (Ich sende dir aber gerne eine Brille und einen Pixi Viewer)

    Deine Fotos machten mich richtig gluschtig, was ich auch noch anschauen möchte/könnte/sollte, wenn ich wieder reisen darf/kann.

    • Elias sagt:

      Das freut mich wenn dir meine Fotos gefallen. Ja die grossen Naturlandschaften werden wohl noch so einiges Überstehen, zum Glück. Mit 3D Fotografie habe ich mich noch nie beschäftigt. Bis anhin war ich mit 2D zufrieden. Aber das kommt ja vielleicht noch.

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