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Creux du Van

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Steinbock
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Creux du Van – R09 Wanderung

Nach der letztjährigen schneereichen Raumplanungswanderung haben wir uns dieses Jahr etwas später im Jahr in tieferer Lage getroffen. Unser Ziel für den Samstag Abend war «Le Soliat» oben auf dem Creux du Van im Jura. In zwei Gruppen machten wir uns über einen kurzen, steilen und über einen etwas längeren flacheren Aufstieg auf den Weg zu unserer Unterkunft. Die lange Variante führte durch die beeindruckende Schlucht «Poëta Raisse» und durch die Wiesen und Wälder der «Nouvelle Censière». Der wolkenverhangene Himmel und der immer wiederkehrende Nebel ergaben eine seltsam mystische Stimmung. Obwohl wir von richtigen Regentropfen verschont blieben, waren wir fast die einzigen Wanderer, die sich aus dem trockenen Zuhause begeben hatten. An der Felskante des Creux du Van angekommen, liess uns der Nebel nur kurze Augenblicke in die Tiefe des Tals schauen. Die ganze Dimension der Felsenarena wollte er uns erst später offenbaren. Unsere Schlafplätze bezogen wir im Massenlager des Nebengebäudes. Nach dem Abendessen in der tropisch warmen Speisekammer, welche über der mit Holz beheizten Küche lag, kam die Sonne kurz vor Untergang doch noch zum Vorschein und verscheuchte den Nebel aus dem hufeisenförmigen Talkessel. Auf einem abendlichen Verdauungsspaziergang genossen wir die ersten und letzten Sonnenstrahlen dieses Tages. In der aufkommenden Dunkelheit verkrochen wir uns unter die beissenden Wolldecken im kühlen Massenschlag.

Sonnengruss auf dem Creux du Van

Bis zum Sonnenaufgang um viertel vor sechs konnten sich die meisten in der kalten, nicht wirklich sauberen Unterkunft nur mässig gut erholen. Dafür zeigte sich der bevorstehende Sonntag von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel mit wenigen Wolken und einer leicht verspäteten Sonne. Nach der Sonnenaufgangsvorführung mussten wir noch 1 Stunde auf unser Frühstück warten aber wir waren nicht die einzigen wartenden auch die Angusrinder, Schweine und der Hahn machten ihren Hunger lautstark bemerkbar. In der Unterkunft würden wir uns das nächste mal in mehreren Kleingruppen anmelden. Als neuner Gruppe bekamen wir die gleiche Frühstücksplatte wie unsere Tischnachbarn zu zweit. Dies führte zu einem kleineren Unmut und knurrenden Mägen. Mit den Resten der Nachbarn waren aber doch alle genug gestärkt um den Abstieg in Angriff zu nehmen. Auf den ersten Meter ging es nur langsam vorwärts. Aufgrund von Fotostopps, Morgen-Joga mit herrlicher Aussicht und Geocaching auf dem Gipfel «Le Soliat» verging der Morgen ohne näherrücken unseres Ziels. Als wir den Abstieg in Angriff nehmen konnte kam uns eine Gruppe von Steigeissen mit ihren Jungtieren entgegen. Was für mich wieder ein längerer Fotostopp bedeutete. Die jurasischen Steingeissen sind genau so zutraulich wie ihre im Toggenburg lebenden Artgenossen. Zu meiner Freude waren sie in Bewegung wodurch ich die Tiere auch an der Sonne fotografieren konnte. Der steile Abstieg führte uns im schattigen Wald zur Quelle «Fontaine Froide». Die grossen Schatten spendenden Bäume waren uns an diesem sonnigen Tag sehr willkommen. Die selben Bäume verwehrten uns aber auch die Sicht auf die Felsen des «Creux du Van». Diesen haben wir nun endgültig hinter uns gelassen und wanderten zum Restaurant «La Truite» wo uns ein köstliches Froellenfilet erwartete. Aus zeitlichen Gründen stiegen wir im nahe gelegenen Bahnhof «Champ-du-Moulin» auf den Zug um. Es war ein sehr gelungenes Wochenende. Vielen Dank den Organisatoren Dave und Dani.

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