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Den Selun bestieg ich noch nie. Nun war es an der Zeit einen weiteren Churfirsten Gipfel in Angriff zu nehmen. Wegen mangelndem Schnee im Tal starteten wir von der Selamatt wodurch eine lange Tour in schönster Winterlandschaft resultierte.

17.1 km

Tour

4.25h

Gehzeit

1051 hm

Bergauf

1636 hm

Bergab

Selamatt bis Wildmannlisloch

Ostern steht vor der Tür und damit vier freie Tage. Der Osterhase wird mit Sicherheit nass werden. Sonne ist nur für den Montag prognostiziert. Am Karfreitag sollte es immerhin trocken bleiben. Vielleicht die letzte Chance für eine Skitour im Toggenburg in dieser Saison. Wir entscheiden uns für den Selun, den westlichsten Churfirsten. Die Starkenbachbahn, welche im Sommer bis auf 1'578 m. ü. M. fährt, ist im Winter nicht in Betrieb. Im untersten Teil hat es leider keinen Schnee mehr und man müsste die Skier tragen. Deshalb entscheiden wir uns für den längeren, schneebeckten Zustieg von der Selamatt her. Nach der Sesselbahnfahrt auf 1'373 m. ü. M. folgen wir der Langlaufloipe Richtung Westen, bis wir deren Ende «Thurtalerstofel» nach 50 Minuten erreichen. Die ersten 2.4 Kilometer sind geschafft, aber nur gerade 133 Höhenmeter. Weiter folgen wir ungefähr dem Sommerweg und umgehen somit die steilsten Hänge. Der Weg führt uns durch eine wunderbare Winterlandschaft. Auf dem Altschnee liegen wenige Zentimeter Pulverschnee. Menschenspuren sehen wir keine, nur ab und zu einige Spuren von Tieren. Vor uns liegt die einzige kritische Stelle der Tour. Um auf den Selunrücken zu gelangen durchqueren wir eine kurze Steilstufe, gemäss den Hangneigungsklassen von Swisstopo, fast 40° steil. Den Rücken erreichen wir 170 Meter südlich vom Wildmannlisloch.

Selun 2'204 m.ü.M. der perfekte Skiberg

Die effektiven Höhenmeter, die uns eine schöne Abfahrt bescheren werden, beginnen erst ab hier. Wir biegen auf die Spur der offiziellen Skitourenroute 310 ein. Nun sind wir auch nicht mehr alleine unterwegs. Etliche Ski- und Snowboardfahrer kämpfen sich ebenfalls den Berg hoch. Unsere Felle sind immer noch feucht vom nassen Schnee der Selamatt, deshalb klebt der schöne feine Pulver und erschwert uns den Aufstieg zusehends, aber die Aussicht ist ein Vergnügen! Diese geniesse ich noch etwas länger als eine Stunde, bis wir schlussendlich nach 3 ¼ Stunden den Gipfel des Seluns erreichen und nach unten auf den Walensee blicken können. Bei Sonnenschein geniessen wir unser Brötli. Auch auf dem Gipfel sind wir nicht alleine. Noch ca. 15 weitere Berggänger haben auch den Weg auf den westlichsten Churfirsten gefunden. Die Abfahrt ist schnell vorbei. Über die wenigen Zentimeter Pulverschnee fahren wir auf der Aufstiegsroute talwärts.

Zwischen-Aufstieg und Abfahrt

Für den Rückweg in die Selamatt steigen wir nochmals 210 Höhenmeter auf zum Ausgang des Frümseltals. Von hier sollte die Abfahrt bis zum Auto möglich sein. Mittlerweile hat das Wetter umgeschlagen. Am vorhin strahlend blauen Himmel ziehen nun vom Föhn getriebene Wolken daher. Für mich kommt nun der schönste Teil der Abfahrt. Am Fusse des Brisi finden wir kurze Hänge mit herrlichem Frühlingsschnee. Nach dieser kurzen Freude fahren und stossen wir uns die letzten Meter über die Lanflaufloipe bis zur Skipiste. Über den mittlerweile faulen Schnee laufen meine Skier gar nicht mehr gut. Erst auf der Skipiste kommen wir wieder zügig voran. Bei +12 °C in Alt St. Johann steigen wir ins Auto und fahren nach Hause.

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