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Mein erster Nationalpark in Utah ist der Capitol Reef. Neben staubtrockenen 4x4 Pisten und Sandstürmen fasziniert mich die Gegend um Fruita mit seinem üppig grünen Talboden in dieser sonst so kargen Vegetation.

Maultierhirsch

gesehen
Eidechse

Eidechse

gesehen
PK_Tag-Nacht
8

Tage

Strecke
595 km

Strecke

Übernachtungen

Cathedral Valley

Den Capitol Reef Nationalpark erreiche ich an dessen Nordende, dem Cathedral Valley. Über eine kurvige und holprige Schotterstrasse fahre ich von fast 3'000 m ü. M. bis auf ca. 2'000 m ü. M. hinunter. Der einfache Zeltplatz mit sechs Plätzen befindet sich etwas über dem Talboden mit guter Aussicht auf die Kathedralen. Diese riesigen roten Steinfelsen mit ihren vielen kleinen Türmen erinnern wirklich an gotische Kirchen. Der erste Abend beschert mir einen farbenfrohen Sonnenuntergang. Dank Wind und Höhe wird es hier am Abend relativ frisch, obwohl es tagsüber in der Sonne an einem windgeschützten Platz richtig heiss ist. Ich mache auch hier einen Spaziergang, bevor ich nach zwei Übernachtungen weiterfahre.

Temple of the Sun und Temple of the Moon

Über eine weitere 4x4 Strecke erreiche ich die beiden Felsen Temple of the Sun und Temple of the Moon. Wieder zwei hohe rote spitze Felsen. Nach einem Erkundungsspaziergang baue ich mein Dachzelt ausserhalb des Nationalparks auf und möchte etwas ruhen. Doch der Wind ist so stark, dass es ungemütlich wird. Ich baue das Zelt wieder ab und fahre weiter ohne Sonnenaufgangsfotos. Der Wind durch den kleinen Spalt im Fenster macht die Temperatur angenehm. Doch als ich in die erste Sandwolke fahre, ist alles in meiner Kabine mit feinem Sandstaub übersäht. Damit muss ich nun wohl eine Weile leben.

Sandsturm

Ich weiss nicht so recht, wo ich als nächstes hin soll. Es ist ziemlich stürmisch. Für einen Moment überlege ich mir ein Zimmer in einem Hotel zu nehmen, denn morgen soll der Wind etwas nachlassen. Doch die 100 $ für eine Nacht sind mir zu teuer. Es gibt da noch diese Felsnadel, welche ich gerne fotografieren würde. Ich folge den Spuren der Einheimischen, welche die Landschaft hier als grossen Off-Road-Park für ihre Quads und Motocross nutzen. Überall sieht man Spuren, auch die steilsten Hügel hoch. Für das Dachzelt ist es mir noch zu stürmisch. Daher verbringe ich die Nacht im Biwaksack hinter dem Auto. Die Felsnadel kann ich fotografieren, doch leider nur in einer unspektakulären Lichtsituation.

Fruita im Capitol Reef Nationalpark

In der Mitte des Capitol Reef Nationalpark durchquert der Highway 24 den Park. Die beiden Flüsse Fremont River und Sulphur Creek führen noch immer Wasser und verwandeln den Talboden in ein grünes Paradies. Der Fruita Historic District ist bekannt für seine Obstbäume. Die Blütezeit ist natürlich schon vorbei, für die Früchte bin ich aber noch zu früh. Den wohltuenden Schatten unter den Bäumen geniesse ich trotzdem. Auch ein Fussbad im Bach wirkt sehr erholsam nach meinen Wanderungen zum Navajo Knobs 2‘127 m ü. M. und dem Frying Pan Trail. Am Westeingang des Parks übernachte ich. Da hat es einen grossen inoffiziellen Campingplatz. Die Abende verbringe ich jeweils am Sunset Point und beobachte die untergehende Sonne. Teilweise bläst ein so kühler Wind, dass ich warm angezogen mit Kappe und Handschuhe am Fotografieren bin.

Frying Pan Trail

Navajo Knobs 2‘127 m ü. M.

Hickman Bridge

Die Hickman Bridge besuche ich zwei Mal. Zuerst am Tag auf dem Weg zum Navajo Knobs. Für den zweiten Besuch stehe ich nachts um 2:30 Uhr auf und kann so die Milchstrasse durch den Bogen beobachten. Den Bogen beleuchte ich mit einer Taschenlampe von unten, um das Foto zu schiessen.

Goblin Valley State Park

Nach vier Nächten ziehe ich weiter. Nächster Stopp auf dem Weg nach Moab ist der Goblin Valley State Park. Da ich ihn erst kurz vor Sonnenuntergang erreiche, besuche ich den eigentlichen Park nicht und suche mir einen Übernachtungsplatz auf der Nordseite. Das lange Wochenende in den USA nutzen auch viele Amerikaner für einen Ausflug, daher stehen überall Wohnwagen und Zelte. Ich finde einen windgeschützten Platz und lege mich bald schlafen.

Capitol Reef Nationalpark Juli 2020

Einen Monat nach meinem ersten Besuch im Capitol Reef Nationalpark besuche ich auch noch den südlichen Teil anfangs Juli.

Übernachtungen

Dachzelt
3

Dachzelt

36°C

Temperatur

Sonnenaufgang

6:05

Sonnenaufgang
Sonnenuntergang

20:50

Sonnenuntergang

Zum ersten mal werde ich unfreundlich Empfangen

Auf dem Weg nach Moab fahre ich nochmals durch den Capitol Reef Nationalpark. Heute durch den südlichen Teil. Meine letzte Nacht habe ich kurz vor der Parkgrenze verbracht. Eigentlich hatte ich einen anderen Platz anvisiert, doch als ich aus meinem Truck ausstieg, um zu sehen ob in dem Camper welcher da parkiert war jemand hauste, öffnete sich dessen Tür und ein aufgebrachter Mann kam heraus. Aus einiger Entfernung schrie er mir entgegen: „Get out off here. Fuck off“. Das ist eine klare Ansage, obwohl der Platz gross genug war um mehrere Fahrzeuge zu beherbergen. Nach meiner ersten unfreundlichen Bekanntschaft nach über einem Jahr Reisen fahre ich weiter.

Zurück im Capitol Reef Nationalpark

Ich befinde mich wieder auf einer holprigen Piste. Am Morgen ist es noch angenehm frisch doch mit den ersten Sonnenstrahlen kommt die Hitze zurück. Ich erreiche das Water Pocket Tal im Süden vom Capitol Reef. Eine unglaubliche Landschaftsform. Es sieht aus als ob jemand mit einem riesigen Werkzeug einen tiefen Kratzer in die Erdkruste gemacht hätte. In der Mitte entstand eine trockene Wiese und rechts und links haben sich die Felsen aufgefaltet. Ich durchfahre das Tal bis zum Cedar Mesa Zeltplatz und bin ganz überrascht, dass alle Plätze frei sind. Ich bleibe eine Nacht hier koche Lasagne und geniesse den Sonnenuntergang. Wenn nur diese kleinen Stechfliegen nicht wären. Dann wäre sogar die Hitze erträglich.

Zeltplatz Starr Springs am Juds Knoll

Etwas erhöht am Fuss des Juds Knoll befindet sich ein kleiner Zeltplatz inmitten von grossen Bäumen und direkt an einer Quelle gelegen. Hier auf dem Starr Springs Zeltplatz bleibe ich. Im Schatten der Bäume wasche ich mein Zelt wenn ich schon wieder einmal genügend Wasser zur Verfügung habe. Ein kleiner Panoramaweg hinter dem Zeltplatz bieten einen guten Blick in die Umgebung. Nun sehe ich die Berge welche vom Park aus immer am Horizont sichtbar waren einmal aus der Nähe. Mitten in der Wüste erheben sich diese Berge und erschaffen ihre eigene Vegetation. Etwas Wasser erzeugt sogleich Bäume und alles ist ein wenig grüner.
Sharla, John und Elias

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