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Island Kontur weiss
«Island auf eigenen Wegen»

Island

Meine Begeisterung für Island hat im Jahr 2013 an einem Vortrag von Stefan Forster über diese Insel im Norden angefangen. Nach zwei Stunden fantastischen Bildern und spannenden Erzählungen von Stefan war für mich klar, diese Insel möchte ich auch besuchen. Am liebsten zu Fuss und mit dem Zelt, möglichst weit weg von anderen Touristen und menschlichen Einflüssen. An das Zelten bin ich von Kindesalter an gewohnt. Viele unserer Familien-Urlaube haben wir im grossen Hauszelt an Schweizer Seen oder auf Inseln im Mittelmeer verbracht. Aber zelten im Sommer bei 30°C ist natürlich etwas anderes als zelten nahe des Polarkreises bei Temperaturen von 0° bis 20° C. Dazu kommt das Tragen eines schweren Rucksacks Tag für Tag, um unabhängig und frei zu sein.

Vom Traum zur Reise

Schnell war klar, diese Islandtour werde ich zu zweit - zusammen mit Andi - in Angriff nehmen. Als Vorbereitungstour versuchten wir uns an der Via Alta Valle Maggia im Sommer 2014. Eine Tour in den Tessiner Alpen mit herrlichen Ausblicken, steilen Berghängen und Übernachtungen in einfachen Hütten. Wir waren beide begeistert von diesen Wanderferien und der Entschluss nach Island zu reisen festigte sich. Nach einigen grösseren Einkäufen war unsere Ausrüstung Island-tauglich und wir starteten unsere ersten Test-Wanderungen mit dem Zelt in der Schweiz. Um die Wartezeit bis zur Reise nach Island zu verkürzen, begann ich mich intensiv mit dem Land zu beschäftigen und studierte unsere Tagesetappen mittels Kartenmaterial und Reiseberichten von anderen Wanderern. Unsere Reiseroute stand schon ziemlich bald fest. Sie sollte etwas abseits des bekannten Weges Laugavegur
zum schönsten Aussichtsberg im isländischen Hochland dem Sveinstindur
führen. Für das Jahr 2015 war eine zweiteilige Reise geplant. Zuerst zwei Wochen wandern im Hochland und anschliessend noch weitere zwei Wochen mit dem Auto die Insel entdecken. Die ersten 14 Tage fielen dem Schnee zum Opfer. Kein Hochlandbus konnte ins Landesinnere fahren, da dieses noch unter einer weissen Schicht Schnee verborgen lag. Später erzählten uns Isländer, es sei der längste Winter seit 25 Jahren gewesen, andere waren der Meinung seit 75 Jahren. Unsere Wanderroute war auf jeden Fall nicht begehbar und wir erkundeten die Insel per Bus und Autostopp. Unsere Trekkingpläne wollten wir aber auf jeden Fall in die Tat umsetzen, weshalb wir 2016 einen zweiten Versuch starteten. Diesmal einen Monat später und siehe da, es wurde ein voller Erfolg.